Bolivianische Kindergesichter … ?

Richtig. Das ist unsere Maria Rosario. Kein Kind mehr, sie hat mittlerweile selber drei, ein Mädchen und zwei Jungs. Nur leider keinen Ernährer, habe ich schon mal gesagt, was ich von den XY hier …. ah, na gut.

Das war sie früher, als sie noch auf uns gehört und jede Chance zu Aufstieg und Unabhängigkeit gehabt hat (danach kam der vermaledeite Machismo in ihr Leben):

Derweilen, an der Grenze….

…. zwischen Chile und Bolivien, auf gut 5.000 Metern, in der Atacama-Wüste. Man sieht die Hektik und die Strenge der Grenzkontrollen. Aber das war vor der Pandemie auch schon nicht anders….

Filmzitate

Dett globen se ja garnich, wie scheen Deutschland iss, wenn man janz weit weg is und immer nur dran denkt.

Heinz Rühmann, Der Hauptmann von Köpenick

Wieder zurück – und leider weg

Die Rallye Samaipata ist wieder zurück! Ein national beachtetes Spektakel. Die Strecken fahre ich sonst im Schneckentempo und mit 4 x 4, aber diese Boliden kacheln da teilweise mit mehr als 100 Sachen lang, immer am Grip-Limit und mit Powerslide um die Kurven. Sicher nicht das Umweltfreundlichste, aber ich kann mir ein Grinsen einfach nicht verkneifen, wenn ich an der Piste stehe. Manche mögen halt Motorsport…

Hier die Präsentationsaufstellung auf unserem Zentralplatz.

Die letzte Rallye war 2019, dann kam so ein Virus, der eine oder die andere unter Ihnen wird davon gehört haben…

Apropos Virus. Das sind die Häuser bei uns schräg gegenüber, da wo die Familien von Luzmabel, Maythe und Jhimmy gewohnt haben. Steht jetzt alles leer, sie sind alle weggezogen, weil es hier wegen dieser Pandemiemassnahmen keine Arbeit und kein Einkommen mehr gab. Kollateralschaden ….

Auch unsere Studentinnen sind endlich durch

Meine ganz Große hat nun ihr Uni-Diplom, rechts sehen Sie auch Veronika, die in Cochabamba ja immer bei uns „mitgelaufen“ ist. Die beiden (und öfter noch einige andere, siehe zB September 2018) haben ja in unserem Hause so manche Gruppenarbeit oder Kochübung absolviert. Glückwunsch, meine Damen! Auch die beiden haben ihr Jahr 2020 (nein, wieder kein Schreibfehler!) nun endlich hinter sich …

Endlich mal wieder in CANDELARIA

Immer gut, wenn man sechs Fliegen mit acht Klappen schlagen kann … oder wie das heißt. Musste ohnehin wegen Formalkram nach Cochabamba. Dabei konnte ich gleich Rocio nach Hause fahren und mal wieder die Mäuse in Candelaria besuchen. Von links: Jhasmin, Nelsi, Lesli

Und da konnte auch gleich etwas aus den Carepaketen von neulich überreicht werden!

Rocio und die Riesenfarne

Wir sind gesegnet mit einem zusammenhängenden Urwald von Riesenfarnen (helechos). Diese Pflanzen sind in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Erstens bilden sie keine Wurzeln aus. Sie stehen daher relativ unsicher und können nur dort überleben, wo die Geologie und schützende Riesenbäume (sog. Überständer) sie schützen. Das ist hier im Süden des Nationalparks Amboró der Fall – und das (zweitens) seit vielen Millionen Jahren. Schon die Dinosaurier haben die leckeren Fächerblätter und die schneckenartigen Jungfarne gemümmelt. Letztere können auch dem Menschen beim Überleben im Urwald helfen, sie enthalten Proteine und sehr viel Nahrhaftes. Wir wissen übrigens drittens, dass die Dinosaurier das gleiche Bild vor Augen hatten wie wir heute. Der Farn vermehrt sich einzellig durch Sporenbildung, alle Familien haben seit Ewigkeiten die gleichen Gene. Viertens wächst der Stamm des Farns sehr langsam, nur etwa einen Zentimeter pro Jahr. Ein zwölf Meter hoher Farn ist also etwa 1200 Jahre alt.

Durchaus lecker, auf jeden Fall besser als Verhungern

Grössenvergleich. Rocio ist 1,50 m mit Hut

Farne, Lianen und Tajibo – Riesenbäume. Bin etwas hochgeklettert für das Foto

Auf dem Weg zum Nationalpark: Rocio und die Pfirsichblüte. So im November ist Saison