Neu im Recyclinggeschäft

In Deutschland stehen an jedem Supermarkt Glascontainer, und riesige Werke mit gigantischen Schmelzöfen (zB in Nienburg / Weser) liefern Unmengen für neue Glasprodukte.
Das gibt es so in Bolivien nicht.
Wenige Flaschen werden auf dem Bau endverwendet, der Rest landet auf den Müllhalden. Was allein die Restaurants in unserem kleinen Samaipata an Glasmüll produzieren, ist erschreckend.
Elvira hat sich nun eine Glasschneidemaschine gekauft (das dreieckige Ding auf dem Tisch) und fertigt nun Gefäße aller Art mit Abziehbild oder Gravur, natürlich auch auf Wunsch und Bestellung.
Wenigstens ein kleiner Beitrag gegen die Müllberge

Spielend lernen

Das Foto ist schon ein ganz paar Jahre alt, das war noch damals in Cochabamba, und hier in Samaipata sind wir ja auch schon fast 7 Jahre. Aber wir machen es immer noch genauso: spielen und dabei Deutsch lernen

Und jawoll, warum soll das nicht auch bei Backgammon gehen

Tropenhelme

Wenn die Sonne hier im Sommer (November bis März) scheint – diese Saison ja nicht so viel – ist das die richtige Kopfbedeckung, wie uns Elvira hier demonstriert

Nayeli nun auch erwachsen

Das berühmte „Angelitos“-Foto aus Candelaria, auch bald 13 Jahre alt.
Ganz rechts Nayeli, die jüngste der Fünf

Und das ist sie heute, Heilige-Drei-Könige 2026.
Sie hat Buchhaltung studiert, so wie sie es vor vielen Jahren hier im BLOG auch schon in die Kamera gesagt hat. Konsequente junge Dame

Frohes neues Jahr mit bolivianischem Pragmatismus

Das ist einer unserer zwei Schuster hier im Neuen Markt. Strom und Licht mal eben abgegriffen, und mit Minimalismus den Lebensunterhalt sichern.
Sollte uns allen vielleicht ein Denkanstoß für 2026 und Folgejahre sein. Konsum war gestern – jetzt kommt das Klima und wird uns eh so manches wegnehmen

Restlose Verwertung der Lebensmittel

Aus den Fleischresten des Fondue (siehe unten voriger Eintrag) wurde meine berühmte Gulaschsuppe, die Mahlzeit des 1. Weihnachtsfeiertages. Den (geringen) Verschnitt an Muskelhaut, Sehnen und Fettstückchen mit den zwangsläufig daran befindlichen guten Fleischstückchen hatten die Hunde schon Heiligabend bekommen und sichtlich genossen

Aus den Soßen und anderen Resten wurde am nächsten Tage noch eine wunderbare Taco-Mahlzeit.
Jeglicher Verschnitt aus Gemüse, Salat und Co ging an unsere Hühner. Wir haben NICHTS aus dem Lebensmittel-Einkauf für Weihnachten in den Abfall gegeben, und darauf sind wir durchaus ein bißchen stolz. Zwei Dosen mußten wir öffnen. Die befinden sich aber im Recycling-Karton und werden später für 20 Bs/kg an den Recycler verkauft. Das ist nicht viel Geld, aber wichtig ist: wenn der dafür bezahlt, dann verwertet er die auch sachgerecht, hier bezahlt keiner und wirft es dann in die Landschaft

Jahrhundertunwetter die Zweite

Jahrhunderte sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Jetzt laufen sie nach  Journalistensprachgebrauch schon in vier Wochen ab. Die Orte Achira und El Torno haben schwere Schäden, jetzt hat es vier Wochen später auch Bermejo und vor allem unsere einzige Straße (Ruta 7) in die Großstadt Santa Cruz erwischt. Denke, Fotos und Film sprechen für sich.
Bitte sehen Sie auch die Einträge von Vorjahren. Offenbar müssen wir jetzt ständig mit solchen Wiederholungen rechnen