6. Juni – Tag der Lehrkräfte, SONIAS Tag!

Und wir haben ja eine Erzieherin bei uns. Seitdem Sonia (links) bei uns ist, muß sie nicht mehr tagelöhnern, um sich und Lara durchzubringen. Sie arbeitet jetzt morgens als Kindergartenhilfe im ARCOIRIS (in ihrer Gruppe ist auch Mia, die können sozusagen zusammen zum Kindergarten gehen). Lara bleibt meist einfach hier bei uns, geht easy. Und Sonia bekommt schon jetzt hervorragende Bewertungen und die Empfehlung, hier im Nachbarort auf die Erzieherinnenschule zu gehen.
Ist gebongt, machen wir so. Schieben wir wieder eine junge Frau (mit Ihrer freundlichen Spender-Hilfe – oder möchte jemand Sonias Pate werden?) auf die richtige Spur!

Riesengruppe, deswegen 4 Personen im Erzieherinnenteam. Heute war Lara mit, durfte ihre Mutter mitfeiern (links die Kleine in Rosa). Mia rechts hinter der gelben Kapuze

Alltag auch in Bolivien: die Hefte der Kinder korrigieren. Macht sie aber gerne und gewissenhaft. Ist sowieso so eine Gewissenhafte. Gefällt mir gut

 

Nach Sommer und Regenzeit hat alles Neue seinen Halt

Kleine Steinwüste

Kleine Sandwüste

Jedes Jahr etwas pflanzen Du mußt!

Unser Kräuterbeet (danke für die Samen, Clarissa!). Nur der Schnittlauch mickert komischerweise. Na, vielleicht braucht der ja einfach länger

Bärlauch in den Tropen? Wenn, dann jetzt, denn der braucht die kalten Nächte, die jetzt kommen, und diese dunkle Ecke. Und wenn, dann sind wir wohl die Einzigen hier mit Bärlauch!

Unabhängig!

Sie kennen unsere Rocio ja seit vielen Jahren Hier ist sie hübsch wie immer, ich sehe aber auch in ihren Augen, daß sie müde und erschöpft ist.
Ist kein Wunder, sie arbeitet 7 Tage die Woche als Ausbilderin. Wochentags sozusagen normal, Samstag und Sonntag für die, die selbst unter der Woche das Geld für ihre Ausbildung ranschaffen müssen.
Sie möchte das, sagt sie. Es sei ihre Berufung.
Wunderbar, mein Kind. So weh es tut, Du bist in Deine Unabhängigkeit entlassen.
Darum geht es hier ja!
Aber erzählen Sie mir bloß nicht, daß man deswegen nicht auch ein bißchen traurig sein darf.
Ein guter Vater zu sein heißt auch, sich selbst überflüssig zu machen.
Ja, ganz toll fühlt sich das an, schönen guten Tach auch!
(muß aber)

27. Mai wie immer Muttertag in Bolivien

Hab ja hier drei Mütter. Frühstück und Mittag, deren Leibgericht, mache ich.
Die Gören basteln gefälligst was und helfen bei Abwasch und Tischdecken.
Machen sie aber. Sind toffe Kinder.
Den Rest mache ich heute. Mit 58 wuppt das halt besser als mit 2,4, 5 und 6 Jahren.
Aber nächstes Jahr, junge Freunde der Deutschen Butterfahrt, zieht Ihr Euch wärmer an!
Dieses Helikoptergejaule wie in der alten Heimat fangen wir HIER gar nicht erst an.
Braucht übrigens auch kein Kind und will es auch gar nicht. Die BITTEN hier darum, mithelfen zu können, weil sie sich dann gesehen fühlen

Lara tanzt für ihre Mutter Sonia

Arbeitspferd Tacomita

Ohne dieses Auto, mittlerweile 15 Jahre alt, aber fit wie Turnschuh, geht es nicht. Da wollen die nachts durcharbeiten für den Dachkasten, aber es fehlen noch 15 Sack Gips.
Wer macht´s?
Tacomita

Dachkasten fertig

Jetzt ist auch der Dachkasten fertig, und sogar die untere Dachkante ist jetzt schön rot. Hält alles unglaublich auf, aber besser jetzt als später.
Es ist immer noch grau und kalt und nieselig.
Schöne Farben gibt´s da noch nicht auf Fotos / Videos

So muß ein Resthof aussehen

Zu Besuch kommt auch gerne Bellas beste Freundin Kira von gegenüber (links der helle Hund). Sie übernachtet auch manchmal hier und kommt morgens immer mit zum Joggen ins Stadion 250 m von hier
Eigentlich Feuerstelle. Fast immer aber Sandkasten

Und noch zwei Mütter. Unter ihnen fünf Küken, die gut gedeihen. Es waren mal 10, aber so ist es immer. Eines bricht sich den Hals, die anderen holt der Falke oder das Opossum (obwohl Bella das gut in Schach halten kann. Manchmal schläft sie aber nun einmal auch). Das Opossum zeigen wir bald auch einmal hier

Mitarbeiterin des Monats

Unsere Sonia (Mutter der kleinen Lara) nimmt ihren Dienstplan immer besonders ernst. Danach blitzt und blinkt alles.
Ansporn auch für mich: wenn ich dran bin, muß das genauso aussehen!
Sonst heißt es noch, der Alte kann nicht putzen, hier, auf dem Fußboden liegen noch zwei Reiskörner

Sanssouci

Ohne Sorgen. Wenn sie kommen, sind sie naturgemäß mißtrauisch und ein wenig verschlossen. Das legt sich nach wenigen Tagen. Die Türen bleiben offen (außer Bad natürlich), die Gesichter werden heller und drücken Erleichterung aus, die Haltung wird deutlich straffer. Keine Existenzangst mehr, keine Angst, herumgeschubst oder Schlimmeres zu werden. Sie fangen an zu tanzen, zu singen, zu lachen und schnabbeln den ganzen Tag. Und natürlich zu lernen, dafür sind sie ja hier.
Rechts unsere Sonia

Dalila

Silvia.
Wir waren in Vallegrande für Bürokratiekram. Da gab´s auf dem Terrassenrestaurant (wunderschön und spottbillig) am Zentralplatz mal Hamburger und bolivianische Küche (Pique Macho). Und einen sehr günstigen Einkauf am Markt. Wenn man schon mal da ist …