Marina ist aus dem Heim raus

Unsere Marina (19), hat gestern endlich das Heim verlassen können. Allerdings steht sie jetzt vor den bitteren Realitäten: Alle halten sofort die Hände auf und wollen sie ausnutzen. Wenn sie arbeitet, kann sie nicht studieren oder lernen (hier gibt es noch die 48-Stunden-Woche), wenn sie nicht arbeitet, ist sie bald in der Schuldenfalle. Habe ihr angeboten, herzukommen, mal sehen, ob sie Freund und der verseuchten Stadt den Rücken kehrt. Sie müsste jetzt erstmal Luft holen können, sich besinnen, und existenzangstfrei neu anfangen

Zur Erinnerung: das war Marina vor über 10 Jahren im Kinderheim

Dann eben allein vor-üben

Niedlich. Nach dem Spiel mit Bella heute setzte sich Luzy (mittlerweile 10) hin und übte gegen sich selbst Abalone. Sie verliert es immer gegen Elvira (ich übrigens auch), Luzy ist sehr wissbegierig. Elvira sagt dazu:“Ihr fehlt zuhause Liebe und Zuwendung. Da wird sie als Hühnerpflegerin und Kindertante missbraucht, und sie ist selbst noch Kind. Außerdem hat sie kein Handy, sie nimmt ihre Eindrücke noch aus dem Realen. Wer erst gebückt auf dem blöden Ding rumtippt, wird unsensibler für Äußeres“

Glaube, Elvira hat Recht.

Da es ein Leichtes ist, Luzmabel hier mitlaufen zu lassen… herzlich willkommen, kleine Maus. Bei uns hast Du schon Schwimmen, Kochen, TippKick und Kniffel gelernt. Da können wir noch gut was draufpacken

Melo ist auch durch

Das geht halt dieses Jahr kleckerweise, da alle sehr verschiedene Ergänzungslehrpläne haben. Wird wohl noch bis Juli dauern, bis wirklich alle durch sind. Glückwunsch, Kleine! Ach, zur Erinnerung:

Das war Melody im Juli 2010, im Kinderheim

Frohes 2021!

Hoffentlich wird das mal was Besseres als das letzte Jahr. Jedenfalls bauen wir weiter an den Mädchenspinden, obwohl schon wieder alles zurückgeschraubt wird wegen CoviD – in Kürze gibt es hier die ersten Einbau- Erfolgsmeldungen. Man muss halt vorbereitet sein, für wann, weiß immer noch keiner

Derweilen ist die tropische Regenzeit wieder voll im Gange. Nein, das ist nicht der Fluss. Das ist unsere Straße vorm Haus

Frohe … 🎄… wie? Arbeitslos?

Meine gute alte Weihnachtsmann-Uniform bleibt dieses Jahr komplett auf dem Bügel. Die Massnahmen wegen Corona haben wieder angezogen, man kommt in kein Kinderheim. Und irgendwo kann man es ja auch verstehen.

Ihnen trotzdem gute Festtage, möge 2021 wieder Möglichkeiten bieten …

Ein bisschen Heimat muss immer wieder sein. Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen. Einziger Luxus: selbstgemachte Remoulade dazu

So machen wir die: ganz norddeutsch

Und hinterher noch schnell die Reste der frischen Kräuter hacken und einfrieren. Wie Sie sehen, bevorzuge ich das zarte Damenmesser. Kommen aber auch wieder Zeiten, wo nichts übrig bleibt, weil Vollbesatzung da ist… nach Corona

Wenn aus einer Wildtier-Klinik ein Zoo-Refugium wird

Der kleine Kerl hat nur eine Hand. Die helfende rechts ist Elviras. Und das erzählt schon die Geschichte unseres kleinen Zoos hier, der gar nicht als solcher geplant war. Eine Organisation von Tierärzten machte hier, am Fuße des Nationalparks, eine Klinik mit Refugium (sozusagen ReHa) auf. Plötzlich wurden aufgefundene, leidende Wildtiere von allen Seiten hierher gebracht. Das Gelände wurde immer größer, und sehr viele Tiere, die nach der Behandlung wieder hätten gehen können, sind freiwillig geblieben oder zurückgekehrt…. und leben dann völlig frei auf dem Grundstück (bis auf bissigere Tiere, aber die haben Riesengehege und Rückzugsräume)…

A

Aguti

Mist. Wie jetzt diesen blöden Zaun aus dem Schnabel bekommen, ohne dass die Nuss nach draussen fällt

Bergwildkatze heisst sie hier. Hinterpfote kaputt. Ruht ruhig aus

Schmeckt lecker, dieses Zuckerrohr. Bloss, warum ist das so faserig und schwer zu kauen?

Baby? Nein, Bambi ist schon ein ganz Alter. Die kleinste Hirschart der Welt

Ein kleiner Ozelot mit Magenproblemen.

Bis heute helfen viele Volontäre aus aller Welt mit, Tierärzte, die ein Aussteigerjahr machen oder Tiermedizinstudenten. Wir unterstützen auch. Man bezahlt einen freiwilligen Eintritt, kann eine Futterspende machen oder im Zooshop etwas kaufen. Unser Favorit: Ohrgehänge mit bunten Tukan- und Papageienfedern. Die verlieren die Vögel eh regelmäßig. So werden sie zu schönen Weihnachtsgeschenken, und helfen dem Refugium

Kleiner Blick nach oben in den Nationalpark Amboró. Jaguarpaar (rechts das Weibchen) und ein Termitenhügel mit Leuchtkäferlarven