Mehrzweckmauer gegen Wasser

Diese Mauer leitet einerseits das Oberflächenwasser vom Mädchenhaus weg. Man sieht schon vorne links den Abfluss, den machen wir noch schöner. Andererseits wird sie die Tragmauer für die Dachverlängerung in den Hang. Dadurch entsteht ein trockener „Schuhkasten“, den die Mädchen mitnutzen können. Und eine Wäscheleine können wir da auch spannen, damit Handtücher und Co. nicht im Hause trocknen müssen

Das Wasser geht künftig in diese Rinne zum Ablauf nach vorne in den Hof. Das wird vermutlich genügen, um künftig Wasser im Haus 2 zu verhindern

Gegen den Wasserdruck vom Hang

Unser Haus 2 (Mädchenhaus) hatte in der letzten Regenzeit mit Wasser zu kämpfen. Einerseits drückte das eingesickerte Regenwasser vom Hang, zweitens kam das Oberflächenwasser zu Besuch, und drittens ist das Dach hangseitig zu kurz, das Regenwasser fiel auf den Umlauf und stieg oft rasch an. Massnahmen:
1) Drainagen gezogen, die das Wasser vom Mädchenhaus ableiten helfen
2) Stützmauer, die zugleich Oberflächenwasser abhält und die Dachverlängerung in Richtung Hang tragen soll. Die dadurch geschützte Fläche werden wir gleich mal asphaltieren, da entsteht ein trockener Raum für Schuhe, nasse Klamotten usw.
Fotos nach Fertigstellung folgen

Gut, dass wir die 4 letzten Schränke hier noch nicht eingebaut haben. Das ist jetzt trockengelegt und wird in Kürze neu verputzt – dann kommen auch bald die Schränke

Nein, die Mauer schaut nicht böse. Am Ende der Drainagen sind jetzt solche Löcher in der Hofumlaufmauer. Das nimmt Wasserdruck aus dem Hang

Weitersondieren, mal ohne auf Ampeln zu achten

Juniorchefin Elvira führt weiterhin Gespräche. Auch wenn es schon wieder in den Sternen steht, ob es 2022 endlich wieder normal angehen kann – was sollen wir denn auch sonst machen …

… außer Baden natürlich. Auch in diesem Jahr ist der November wieder einer der heißesten Monate

Tatiana ist auch jetzt da

Meine Große (rechts) ist jetzt auch bei uns in Samaipata. Ihre Reise hierher war abenteuerlich. Ausbruch aus der unsinnigen Quarantäne im kontaminierten Cochabamba (als Geimpfte!), Umgehung von politischen Blockaden der Zufahrtsstraße zu Fuß über Feld mit Gepäck, warten auf neuen Bus hinter der Blockade… solchen Irrsinn können Sie sich in Deutschland wahrscheinlich gar nicht vorstellen. Egal, sie ist hier.

Und nach einer ordentlichen Käsepizza ist eh alles vergessen.

Grinsemichel links: unsere Elvira

Halloween und andere Heimsuchungen

Natürlich möchten auch bolivianische Kinder „Süßes oder Saures“ – eher Süßes, der Coronamist war ja schon für 20 weitere Jahre sauer genug für sie. Hier machen sie es mit wenig Geld, aber Phantasie, und vor allem: sie essen die Süßigkeiten mit Genuss, sammeln nicht nur und schmeißen dann weg wie in den Überflussgebieten dieser Welt

Sattel schon mal die Pferde, Little Ross….

Na, bitte. Wenn wir hier schon mit den großen Linien virusbedingt nicht zu Potte kommen können/dürfen, dann wenigstens ein paar Nebenschauplätze abarbeiten. Rocio (Aussprache: Rossio, daher die Überschrift) hatte ja hier bei uns ernsthaft darüber nachgedacht, mal Reiten zu lernen (siehe Eintrag hier vom 24. August). Inspiration ist ja auch eine Hilfeleistung 😊

Voodoo gegen Corona??

Nein, das ist kein „erhängtes Mädchenpüppchen“ gegen das Virus. Ist mein Granatapfelbaum, den der ganze Käse mal so gar nicht interessiert. Aber Danke für die lustige Anregung, Birgit Bölk!

Was nicht so lustig ist:

Neulich hat sich hier ein junges Ehepaar aus Cochabamba infiziert. Das vierjährige Kind blieb verschont. Verlauf nicht schön, aber auch nicht zu kritisch. Ein schon geimpfter Onkel kümmerte sich um die Kleine, die Eltern waren in einer Cabaña mit Küche und Bad isoliert und nach sieben oder acht Tagen damit durch. Der Onkel stellte einfach täglich Lebensmittel vor die Tür. Ging eigentlich alles ganz glimpflich ab. Es war die D-Variante, wie jetzt wohl fast immer.
Blöd: jetzt ticken die Offiziellen wieder aus. Erneuter Anzug der Maßnahmen, Kinderheime wieder geschlossen (wieso??? Das Kind hatte NICHTS), es wird schon wieder über Reiseverbote für Santa Cruz und Cochabamba geredet (und Elvira muss da demnächst hin, ihr Zeugnis abholen) …