Dett globen se ja garnich, wie scheen Deutschland iss, wenn man janz weit weg is und immer nur dran denkt.
Heinz Rühmann, Der Hauptmann von Köpenick
Dett globen se ja garnich, wie scheen Deutschland iss, wenn man janz weit weg is und immer nur dran denkt.
Heinz Rühmann, Der Hauptmann von Köpenick

Die Rallye Samaipata ist wieder zurück! Ein national beachtetes Spektakel. Die Strecken fahre ich sonst im Schneckentempo und mit 4 x 4, aber diese Boliden kacheln da teilweise mit mehr als 100 Sachen lang, immer am Grip-Limit und mit Powerslide um die Kurven. Sicher nicht das Umweltfreundlichste, aber ich kann mir ein Grinsen einfach nicht verkneifen, wenn ich an der Piste stehe. Manche mögen halt Motorsport…
Hier die Präsentationsaufstellung auf unserem Zentralplatz.
Die letzte Rallye war 2019, dann kam so ein Virus, der eine oder die andere unter Ihnen wird davon gehört haben…

Apropos Virus. Das sind die Häuser bei uns schräg gegenüber, da wo die Familien von Luzmabel, Maythe und Jhimmy gewohnt haben. Steht jetzt alles leer, sie sind alle weggezogen, weil es hier wegen dieser Pandemiemassnahmen keine Arbeit und kein Einkommen mehr gab. Kollateralschaden ….

Meine ganz Große hat nun ihr Uni-Diplom, rechts sehen Sie auch Veronika, die in Cochabamba ja immer bei uns „mitgelaufen“ ist. Die beiden (und öfter noch einige andere, siehe zB September 2018) haben ja in unserem Hause so manche Gruppenarbeit oder Kochübung absolviert. Glückwunsch, meine Damen! Auch die beiden haben ihr Jahr 2020 (nein, wieder kein Schreibfehler!) nun endlich hinter sich …

Immer gut, wenn man sechs Fliegen mit acht Klappen schlagen kann … oder wie das heißt. Musste ohnehin wegen Formalkram nach Cochabamba. Dabei konnte ich gleich Rocio nach Hause fahren und mal wieder die Mäuse in Candelaria besuchen. Von links: Jhasmin, Nelsi, Lesli

Und da konnte auch gleich etwas aus den Carepaketen von neulich überreicht werden!





Wir sind gesegnet mit einem zusammenhängenden Urwald von Riesenfarnen (helechos). Diese Pflanzen sind in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Erstens bilden sie keine Wurzeln aus. Sie stehen daher relativ unsicher und können nur dort überleben, wo die Geologie und überdachende Riesenbäume (sog. Überständer) sie schützen. Das ist hier im Süden des Nationalparks Amboró der Fall – und das (zweitens) seit vielen Millionen Jahren. Schon die Dinosaurier haben die leckeren Fächerblätter und die schneckenartigen Jungfarne gemümmelt. Letztere können auch dem Menschen beim Überleben im Urwald helfen, sie enthalten Proteine und sehr viel Nahrhaftes. Wir wissen übrigens drittens, dass die Dinosaurier das gleiche Bild vor Augen hatten wie wir heute. Der Farn vermehrt sich einzellig durch Sporenbildung, alle Familien haben seit Ewigkeiten die gleichen Gene. Viertens wächst der Stamm des Farns sehr langsam, nur etwa einen Zentimeter pro Jahr. Ein zwölf Meter hoher Farn ist also etwa 1200 Jahre alt.
Durchaus lecker, auf jeden Fall besser als Verhungern

Grössenvergleich. Rocio ist 1,50 m mit Hut
Farne, Lianen und Tajibo – Riesenbäume. Bin etwas hochgeklettert für das Foto
Auf dem Weg zum Nationalpark: Rocio und die Pfirsichblüte. So im November ist Saison


Ein kleiner Wirbelsturm hat direkt vor unserer Haustür gewütet. Leider hat es fast alle Bäume im kleinen Park La Tipita gegenüber erwischt….

Hier hat bis heute morgen der Müllsammelbehälter für uns und die Nachbarschaft auf einem alten Baumstumpf gestanden. Einfach weg, nur noch ein Loch da

Entschuldigung. Kann es nicht mehr hören und sehen. Covid-19 ist sicher keine Bagatelle, aber es ist auch nicht die Pest, Cholera, EBOLA oder auch nur die Spanische Grippe. Deswegen zwei Jahre lang das Leben kaputtzuschlagen und die Wirtschaft zu vernichten ist nicht (mehr) vermittelbar. Und hier im Impfstoffmangelgebiet kopieren sie das ja gleich wieder „dankbar“: “ Ja, wenn die reichen Länder das schon so machen…“







Neulich (siehe Juli) hatten wir schon über erste eingetroffene Paket berichtet – jetzt sind alle da. Läuft anders als früher in Cochabamba, geht aber auch. Die Erfahrungsliste wird in Kürze abschließend angepasst.

Ist wie Weihnachten


Sind eben nach wie vor Qualitäten, die hier kaum oder auch gar nicht zu bekommen sind.
Unser Dank gilt wieder
Familie Birgit Kröhle
Herr Dietrich Völpel
Familie Clarissa Evers
Herrn Sigurd Meyer-Hess

Anekdote am Rande: den Mädchen erklären, was die Aufschriften auf der Kleidung bedeuten. Dazu ist jedes Mittel Recht, hier hilft gerade meine alte Schallplattensammlung

Wir sind wieder in unserem kleinen Tierklinik – Zoo – Refugium. Auch wenn sich die Bilder wiederholen (siehe Marina, Eintrag 1. Juni) – es ist für jeden Gast halt das erste Mal…

Die kleinste Hirschart der Welt fasziniert einfach jede/n

Einer der schönsten Vögel der Welt – der Grosse Tukan. Und frech wie Oskar. Trotzdem kann man ihn ohne Gitter hautnah erleben

Welt, ich komme. Und nach allem, was ich von Rocio bis jetzt in unseren Findungsgesprächen gehört habe: zieh Dich warm an, Welt. Das Mädchen hat Dampf und Vision

Samaipata im Tale, der riesige Nationalpark Amboró am Horizont
Im Refugium kann man auch Reiten und allgemeinen Umgang mit Pferden lernen. Es wird schon überlegt