Wendetage: die neue CASA ist da!

Auch dank Ihrer / Eurer Spenden ist es soweit: wir konnten diese Woche die neue CASA DE LA BIENVENIDA erwerben, auf dem Lande, weg vom Moloch. Dafür auch von hier noch einmal ein Riesen-Dankeschön! Hier das Haupthaus mit Garagentor rechts. Das Haupthaus nimmt meine Familie auf (natürlich ausserhalb vom Spendenaufkommen) und den Gemeinschaftssaal und die Gemeinschaftsküche

Links Haus 2, das wird das Wohnhaus der Mädchen im Projekt. Es muss noch ein Bad für sie gebaut werden, zudem ein „Deposito“, ein Lagerhäuschen, in dem alles verschwindet, was sonst im Wege wäre: Saisonkleidung, Nahrungsreserven, Sportsachen, Werkzeuge, Gartengeräte und und. Ausserdem müssen geeignete Möbel her

Hofansicht der drei Gebäude. Das kleine Haus 3 wird erweitert zur Erzieherinnen-Wohnung und einem separaten Volontärs-Zimmer. Werde die nächsten Monate auch viel in Eigenarbeit leisten, um das Spendenaufkommen zu schonen

Haupthaus (Hacienda) mit Loggia vom Hof aus. Stelle mir vor, da grillen wir sonntags, die Mädchen sitzen und geniessen, und gehen dann entspannt in die nächste Lernwoche

Das ist die schöne Gemeinschaftsküche. Auch hier wird wieder gesund kochen gelehrt

Künftiger Gemeinschaftssaal in der Hacienda. Man sieht etwas mehr als die Hälfte der Fläche. Essen, lernen, Musik machen, Computerecke, Sitzecke zur Enspannung / Bücher lesen… die Gasleitung hier und oben in der Küche werden noch hübsch verkleidet. Wichtig aber: es gibt Gas frei Haus, Strom sowieso, und seit einem Jahr auch Glasfaser-Internet. Alles was man die nächsten Jahrzehnte braucht, um junge Menschen in die Unabhängigkeit zu erziehen…

Kleiderspende 2019 Kapitel 2 – Armenviertel Candelaria

Erst einmal hinkommen. Sie sollten sich jetzt fragen, woher weiss der eigentlich, wo unsere Kleiderspenden wirklich gebraucht werden. Das berät und beschliesst unsere Geberkonferenz hier. Heute ist es Nancy Rodriguez Ortiz, die alles garantiert/organisiert hat. Sprechen wir über sie, über die Spender, über die, die helfen, zu verteilen, obwohl sie selbst nicht viel haben. Und natürlich über die Kinder, die mit Ihren Spenden ihr Leben verbessern.

Die Spender waren diesmal Familie Birgit Kröhle, Familie Clarissa Evers, Familie Susanne Walter, Frau Agnes Miroir, Frau Birgit Bölk und immer auch „umzu“, also Freunde und Verwandte drumherum

Ja, hier waren wir schon zweimal (siehe Mai 2018, zwei Berichte). Marisols Familie bereitet sich auf die eisige Kälte des Winters im Juli und August vor.

Wer hat diese ohne weiteres lebensrettenden Jacken gespendet? Oder die coole Jeansweste für den kleinen Bruder? Unsere Marisol ist die Kleine in Lila….

Die älteste Schwester von Marisol wartet mit einem zweimonatigen Baby auf. Der Erzeuger ist … nicht da ….. möchte das nicht schon wieder kommentieren

Marisols Familie im Nordviertel, mit Ihren Kleiderspenden. Von hier aus geht es weiter in die Berge Candelarias – ohne Nancy wüssten wir gar nicht, wohin …

Das war das zweite Ziel, ein Berggehöftchen 9 km vom Zentrum von Candelaria entfernt. Ein Haus für die Männer, zwei für die Damen

Blick ins Männerhaus, der Kleinste verschläft die Kleiderspende. Sie sehen das gesamte Mobiliar und Inventar. Ich wiederhole: das gesamte!

Und hier ist meine Freundin Nancy Rodriguez Ortiz, die Dame in der Mitte mit weissem Hut und grauem Oberteil. Sie ist die grosse Schwester von Noemi, die dank Patenschaft von Elke Gille ihre Schneiderlehre erfolgreich beenden konnte und heute gut in dem Beruf zu tun hat, und Rocio, die gerne eine Banklehre machen möchte. Darum werden wir uns kümmern. Nancy ist zudem die Mutter von meinen drei Rodriguez-Prinzessinnen Nelsi (2), Lesli (7) und Yasmin (9), die drei sitzen auf der Ladefläche. Nancys Mann Javier hatte leider keine Zeit, er arbeitete auf Montage

Nancy organisiert auch die Verteilung. Sie weiss, wer was braucht. Seien Sie sicher: Ihre Kleiderspenden kommen genau dahin, wo sie helfen

Danke nach Deutschland!

 

Kartenvergleich Bolivien – Deutschland

Schon interessant: das mit knapp 11 Millionen Menschen besiedelte Bolivien (davon leben auch noch 2/3 in den Moloch-Zentren La Paz, Santa Cruz und Cochabamba) ist etwa dreimal so gross wie Deutschland, zweimal so gross wie Frankreich…

Archäologie des Nachwuchses

Merkwürdige Dachöffnungen, mehrere hundert Jahre alt

Davon gibt es hunderte, in geometrischer Anordnung

Und dieses geheimnisvolle Rondell mit Maya-Kreuz auch

Eine Kirche? Zu moderne Interpretation

Und hier unsere jungen Leute, die das als Studenten erkunden. Prima: man muss keine Lehrmeinungen nachbeten, denn es gibt kaum ernstzunehmende. Sie müssen selbst nachdenken, nachforschen. Übrigens: mindestens (!) drei müssten Sie nun sofort erkennen können….. 😉

 

Tunari: Hochgipfel ohne Schnee

Jaaaa, ich weiss. „Jetzt spinnt der wieder mit seinen Höhenmetern da rum“. Aber was soll ich denn machen, glaubt doch sonst keiner. Der Höhenmesser steckt doch hier noch im bequem geparkten Auto, und dann geht es zu Fuss noch weiter nach oben. Wo zwischen Wladiwostok und Lissabon könnten Sie das machen?

Da unten ist das Autochen… wir sind auf 4.700 Metern etwa…

Meine Mittleren waren (gern) mit (und Bella natürlich sowieso). Die Mädchen sind wohltuend raus aus dem Pubertäts-Vulkan und, wie alle jungen Menschen in der Welt, nun an den umgebenden Dingen interessiert

Andenveillchen

Reptilien-Laich in bergkristallklarem Wasser

Hochland – Kara-Kara. Wunderschöner Greifvogel zwischen Adler und Habicht/Falke. Angstfrei

Autofahren ist da oben anspruchvoll. Mal eben verträumt am Radio herumspielen ist schon fast Testamentseröffnung

Das Badezimmer der Damen. Eiskaltes, klares Wasser aus den Gletschern

Zweitausend Meter tiefer: Hunger und ein gediegenes Restaurant.
Mir ist die bolivianische Küche .. äääh… etwas zu fleischig, fettig, carbo.
Aber meine Töchter sind nunmal Bolivianerinnen und lieben es zuweilen.
Völlig ok.
Versuchen Sie doch mal, einem Berliner seine Currywurst wegzunehmen.
Aufgrund grober Fährlässigkeit verweigert Ihre Lebensversicherung danach jede Zahlung an Ihre Hinterbliebenen

Kleiderspende 2019 Kapitel 1

Wir haben ja seit einiger Zeit die Kleiderspenden „gehortet“, weil wir nicht wussten, ob in der Regenzeit nicht wieder Katastrophenhilfe wie im Februar 2018 (siehe hier im BLOG) nötig sein würde. Regenzeit 2019 ist definitiv vorbei. Jetzt hat unsere Geberkonferenz hier einen möglichst gerechten Verteilungsplan beschlossen. Heute, Gründonnerstag, haben wir angefangen.

Cochabamba-Vinto, Nordviertel. Die Strassen bestehen aus Sand und die Häuschen aus Lehm. Die kinderreichen armen Familien tragen alles auf, beim Kleinsten sieht das dann auch so aus. Sollen auch mal was Schönes haben….

Natürlich sind sie etwas schüchterner als die CANDELARIA-Kinder… sie sehen mich ja das erste Mal…

Bitte keine Sorge in Deutschland. NICHTS wird verschmäht…

Sessel-Stilleben in Vinto

Frohe Ostern – Felices Pascuas -Happy Easters

Nun doch auch schon eine fünfjährige Tradition…

.. nun sind alle aber alt genug, dass sie nicht mehr überrascht werden müssen.Hier die „Lehrstrecke Eierfärben“…. damit sie es auch weitergeben können. Ach ja, hier fängt Ostern offiziell Gründonnerstag an. Dafür gibt es den Ostermontag nicht

Bolivianische Kindergesichter 26

Diese beiden Mädchen müssen leider in einem Kinderheim leben. Relativ eingesperrt, sie dürfen nur für die Schule und für die Kirche heraus. Eines der beiden Mädchen ist das dritte von vier Mädchen, die der Vater – natürlich mit verschiedenen Frauen, wie könnte auch das hier je anders sein – gezeugt und dann ins Heim abgeschoben hat. Von regelmässiger Arbeit, Ehre und Anstand hat er wohl nicht so viel gehalten. Nur sein fünftes Kind, einen Jungen, hat er bei sich behalten. So ist diese Macho-Haltung hier.
Das Dollste war allerdings, dass er über seine Älteste (sie hat das Heim volljährig verlassen und arbeitet ganztags, auch, um ihr Baby zu versorgen – und da kam der „liebende“ Vater plötzlich wieder an) hier bei mir anfragen liess, ob ich ihm bei der Finanzierung einer Operation helfen könne, er habe Krebs, der rausgeschnitten werden müsse. Als Gelegenheits(schwarz)arbeiter hat er natürlich auch keine Krankenversicherung.
Konnte ich leider nicht, war gerade nicht ein Cent übrig.
Zweite Begründungsebene:
So weit kommt das noch, ich sorge dafür, dass seine (!) Mädchen wenigstens ein bisschen soziale Teilhabe, eine schöne Kommunion und gute Sachen auf dem Leibe haben, weil dieser faule, ehrlose Fremdbeschämer nichts anderes als sich sinnlos vermehren kann, und dann auch noch hier betteln.
Hoffentlich bekommt er so, was er verdient, ich werde da auch in ähnlichen Fällen (und die gibt es hier leider zuhauf) keine Milde walten lassen.

Die ganze Wahrheit über bolivianischen Karneval

La verdad entera sobre el carnaval boliviano


Wow, haben sie in Deutschland gesagt
Du verbringst den Karneval in Südamerika, wie sexy, haben sie in Deutschland gesagt
Whau, han dicho en Alemania
Pasando el carnaval en America Sud, que sexy, han dicho en Alemania

Überall nur die schärfsten, fast unbekleideten jungen Frauen, haben sie in Deutschland gesagt
En todo lado preciosas jovencitas, casi desnudas, han dicho en Alemania

Da brauchste nicht mal viel Bier, da wirste schon vom Hinsehen besoffen, haben sie in Deutschland gesagt
Ni siquiera necesitas mucho alcohol, solo por mirar vas a borracharte, han dicho en Alemania

Die bittere Wahrheit:
La amarga verdad:

Prost.

(El primero de abril es „dia de inocentes“ en Alemania 😉  )
April, April!