Kurioses

Weltmeister in der Mißhandlung von Frauen und Mädchen, aber dagegen rührt niemand einen Finger. Aber wenn es ihnen an die Geldbörse geht – und zwar ganz legal, denn das hier ist die Stelle für die Zahlung der Gewerbesteuer – dann demonstrieren sie und nageln Türen zu und beschimpfen andere als korrupt

Geldautomat einer beliebigen Bank (sehen jetzt alle so aus) mit Metallverhau. Auf meine Frage, das sei bestimmt, damit sich Rollstuhlfahrer besser an den Automaten heranziehen könnten, kam die Antwort: „Nein, das ist, damit die Obdachlosen keine Möglichkeit mehr haben, sich da hinzulegen.“

Nicht nur, dass der Sitzring gepolstert ist und beim Setzen ein ulkiges „Pfffft“-Geräusch macht – es gibt auch die doppelstöckige Variante mit zuklappbarem Babysitz

Und auch solche Dinge funktionieren in aller Welt gleich gut. Hier die Mittleren

Englisches Taxi

Offenbar aus dem Empire importiert. Lenker mal eben rechts rausgerissen und links eingesetzt. Der Rest wie Tacho, Benzinanzeige usw. bleibt wirkungslos rechts. Ein guter Fahrer kann schließlich erfühlen, was das Auto hat und braucht, und man kann ja auch so deutlich fahren, dass man zum Abbiegen nicht blinken muss

Riesenpizza zum 17. Geburtstag

Elvira ist nun auch schon 17 Jahre alt. Die Zahlen wurden gedreht, und heraus kam eine 71-cm-Pizza für sie und ihre Freundinnen in unserer Lieblings-Pizzeria, die solche Ausnahmen extra für besondere Feste vorbereiten kann (ich wüsste nicht, wie ich so was in meinem Normalo-Gasherd zustandekriegen sollte)…. hier schon die staunende Vorhut kurz vor „Anpfiff“ mit dem hungrigen Rest, der gleich auch noch kommt..

Und noch´n Paket: Candelaria

Noch einmal Dank an Familie Birgit Kröhle und Unterstützer: jetzt ist alles verteilt, auch in Candelaria

So kam alles an. Wir mussten die 40 Kilo Kleidung auf der Sackkarre festschnallen

Im (Lehm-) Haus der Familie Rodriguez finden sich alle gespannt zur Verteilung ein

Diesmal war sehr viel für unsere vier Kleinsten dabei. Spontan organisierte Modenschau

Für diese drei…..

… und unsere Allerkleinste auch. Nelsi, 9 Monate

Die Kinder haben es geschafft, unserer Bella die Wasserscheu abzuerziehen

Wie immer ist auch Zeit für Spiel … schon teilweise in den neuen Sachen

Kleiderspende in unserem neuen Projekt „Sayari Warmi“

Es sind wieder wunderbare Kleidungspakete aus Deutschland angekommen, danke, Frau Birgit Kröhle nebst Familie und Unterstützern!

Zugleich möchte ich Ihnen unser neues Projekt kurz vorstellen, das wir beschlossen haben, dauerhaft mitzuunterstützen. Sayari Warmi (Quechua für „Steh wieder auf, Frau!“). Dort werden 12 bis 18-jährige Mädchen aufgesammelt, die in die Kinderprostitution verkauft oder gezwungen worden sind. Sie kommen meist nur mit dem, was sie auf dem Leibe haben – man kann den Zuhälter ja schlecht bitten, den Koffer rauszurücken. Sie kommen oft in fürchterlichem Zustand. Etwa neun Monate leben sie in Sayari Warmi, gut verborgen, denn die Luden suchen ja nach ihrem Humankapital. Sie werden kuriert, eingekleidet, unterrichtet (nähen, kochen, backen, basteln etc.) und dann suchen wir einen sicheren Aufenthalt für sie

Im Näh- und TV-Saal von Sayari Warmi sortieren wir mit Hilfe einer Erzieherin, die jedes Mädchen und ihren Bedarf genau kennt, vor. Die Erzieherin ist in Grün gekleidet, die Anderen sind die Kleineren aus meiner Familie. Die Mädchen von Sayari Warmi  warten gespannt draußen auf dem Gang, es ist Tuscheln und Lachen zu hören

Bei der Häufchenbildung kann dabei alles helfen

Auch solche hübschen Saftbecher aus Deutschland sind herzlich willkommen – hier kommt nichts um, keine Bange. Es fehlt so viel

Und dann sind alle sehr glücklich und danken Ihnen / Euch in Deutschland ausdrücklich. Jetzt stellt sich natürlich eine Frage: warum sieht man keine Gesichter? Das wird immer so sein! Wir sind uns alle einig: wir hinterlassen keinerlei Identitätsspuren der Mädchen im Netz. Der Lude ist ja nicht zu blöd (auch wenn ich für solches Lumpenpack noch ganz andere Bewertungsworte auf Lager hätte), um auch im Netz nach seinem Humankapital zu suchen. Daher bitte ich Sie schon jetzt für alle Zeit um Verständnis: ich sehe den Mädchen ins Gesicht. Meine Kamera nicht. Danke schön!

Autofreier Sonntag 3.9.2017 („Dia de Peatón“)

Die Straßen sind autofrei, die Luft ist mal etwas besser. Da sind wir wieder unterwegs. Ja, Deysi, keine Widerrede 😉

. Jede/r in unserer lustigen Patchworkfamilie kann:

  1. Fahrradfahren
  2. Schwimmen
  3. Deutsch, Spanisch und möglichst auch Englisch
  4. Effizient vorgehen anstatt herumzuschwurbeln.

Also ab, trete in die Pedale, Tochter Deysi! Hat sie dann aber gut und ausdauernd gemacht, nach 2 Stunden fuhr sie fast schon so sicher wie Elvira..
Der Lüttje will gar nicht einfach nur in dem Schubswagen sitzen.
Er schiebt mit.
Elvira ist eine grandiose, liebevolle Tante

Mit den Kleinen der Familie. Gut, so klein sind die nun auch nicht mehr, bis auf den Lütten. Ist sozusagen mein Enkel, Deysis Söhnchen. Der Vater ist … ein typischer Macho mit dem gesamten dazugehörigen Fehlerpaket. Schwamm drüber. Nehme den Kleinen aber trotzdem wie einen Sohn an. Merkwürdigerweise gibt es keine Enkel-Adoption, und noch ist Deysi minderjährig, irgendeiner muß ja hier das gesetzliche Sorgerecht – für beide! – haben. Kann das Sorgerecht ja nicht durch Deysi wie durch ein Prisma auf den Kleinen hindurchprojizieren.
Die Großen sind morgens mit Freunden losgeradelt. Es gibt hier einen neuen Trend: Miet-Grills vor der Stadt. Da sammeln sich riesige Jugendgruppen per Fahrrad, jeder bringt was mit, Sack Grillkohle, Cola, Grillwürstchen, Grillfleisch…. Und dann wird Musik gehört, gefuttert und geschnackt, bis Einbruch der Nacht. Haben wir mit um die 20 auch gemacht (Tankumsee-Feeling), also, warum nicht….
(und wieder gut, dass eben jede/r hier bei uns Fahrradfahren lernt)

Wer so etwas nie in seinem Hause gehabt hat, dem fehlt nach meiner bescheidenen Meinung etwas Lebensentscheidendes. Schon eine tolle Sache, aus Zwergen standfeste Menschen zu machen…😍😍

Kultwanderung / Jungfrau Urkupiña

Im August gibt es jedes Jahr viele hohe Feste in Bolivien. Eines ist der Kultmarsch für die Jungfrau Urkupiña von Quillacollo, von 02.00 Uhr bis etwa 06.00 Uhr morgens (Caminata). Danach schlafen die Pilger, wo immer sie können. Hier ein spontanes Zeltlager am Straßenrand