In unserer tollen Musterküche (nicht: Maggi-Kochstudio, Matzes Kochstudio :-)) ist es eine Freude gemeinsam zu kochen. Und die Mädchen wollen das, wollen neue Gerichte lernen und kosten, machen begeistert mit, da kann man gar nicht anders als es ihnen beibringen zu wollen. Samstag ist der Tag, an dem alle da sind, in der Woche haben wir ja alle die verschiedensten Stundenpläne. Daher haben wir Samstags ja schon den „Film der Woche“ (auch hier zu sehen), und vorher machen wir jetzt das „Dinner der Woche“. Wer mich länger kennt, weiss, ich kann einigermaßen kochen. Heute haben wir mit „Salade nicoise“ und „Lasagne“ begonnen, dazu gab es Weissbrot mit Olivenöl und Salz und unsere obligate Coca-Cola Zero.
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Die kleine Fleischbrötchenfrau
Seit 2009 kenne ich diese Dame, etwa 1,48 Meter groß und ein bißchen rund, sie verkauft auf dem Markt „La Cancha“ Hamburger – stets frisch gemacht, mit herrlichem frischem Räucherfleisch, frischestem Gemüse und Soßen nach Wahl. Sieben Tage die Woche ist sie da, um die Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren. Sie befindet sich immer unten bei dem Kofferverkauf eine Ecke tiefer vom Ende der San Martin, dann rechts rein zu den Koffern und Sportartikeln. Von Anfang an hat sie immer gefragt, was ich hier mache und wie es den Kindern geht, und so manches mal einen guten Tipp gehabt, wo ich günstig Schuhe einkaufen kann etc. Ihr Name ist Lucero. Auch unsere jungen Damen mümmeln andächtig ihre Fleischbrötchen. Ein Kult-Stopp jede Woche bei den Einkäufen. Um mal mit Hygiene-Vorurteilen aufzuräumen: habe bestimmt schon hundert der Brötchen gegessen in vier Jahren, nicht einmal hat mein Magen gemuckt. Aber meine Geschmacksnerven haben stets vor Freude gehoppelt… Das frische Brötchen kostet heute umgerechnet 70 Cent mit ordentlich Fleisch. Nicht ganz billig für bolivianische Verhältnisse, aber danach können Sie kistenweise Saft zum Auto schleppen. Vale la pena, wie wir hier sagen..
Nächtlicher Besuch
Diese junge Dame ist noch klein, sagt Luzia, Biologin hier. Wenn sie ausgewachsen ist, passt sie nicht mehr unter unserer Tür durch…
… und hier noch ihre Cousine. Aufnahme von Madeleine Lemmé, Ort: unser Gästebad August 2012. Man darf in Bolivien nicht zu zimperlich sein, was Kriechtiere angeht … einfach immer die Schuhe ausschütteln und weiter geht´s
Wocheneinkauf auf La Cancha
In der Regel satteln wir Freitags nachmittags TACOMITA und fahren auf einen der größten Märkte Südamerikas, La Cancha, da gibt es einfach alles und noch kostengünstiger als in den kleinen Läden oder Supermärkten. Es dauert eine Zeit, bis man sich in dem Gewusel und dem riesigen Labyrinth zurechtfindet, aber es macht Spaß (fragt mal Madeleine). Ein gutes Produkt zum besten Preis zu finden, ist auch Teil der Ausbildung der jungen Damen.
Übrigens: wer in den blauen Tüten IKEA zu erkennen glaubt, erkennt richtig. Habe diese reißfesten praktischen Dinger extra dafür bei IKEA Spandau gekauft und dann im Koffer importiert
Schnee oben in den Anden
Heute im Casablanca
Das alte Haus reinigen und übergeben
Kulturabend: im traditionellen Ballett-Theater
Elegant gehen die jungen Damen des Hauses ins Theater, denn auch das will gelernt sein. Heute war traditionelles bolivianisches Ballett mit wundervollen Masken und Kostümen. Die Magie Boliviens war wunderbar eingefangen. Hat nicht nur den Mädchen sehr gut gefallen!
Cochabamba ist ein Kulturzentrum mit vielen Theatern, Konzerten, Konservatorien und nicht zuletzt ja auch unserer Musik …
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Blick aus unseren Westfenstern
Unser neues Haus 2 – wir sind drin und warten auf den Container
Zusammen essen, leben, lernen, lachen, diskutieren ….
Zusammen kochen, lernen, schwatzen, Gerichte anderer Länder probieren…
Unsere Musik. Ohne geht gar nichts.
Arbeitsbereich. Ohne das geht eben auch nichts.
Suite vom Chef des Hauses mit eigenem Bad – völlig separiert von den Mädchen!
Jede/r verlässt seine Privatzone stets gut gekleidet.
Würde. Freiheit. Souveränität. Auch für mich.
Unangestastet.
Umzug auf bolivianisch – sehr entspannt, und das geht! Eine gute Maschine schafft was weg- ob da nun TÜV drauf klebt oder gar ein Verfallsdatum überschritten ist… Das ist Geistessklaverei von Interessengruppen, aber nie die Wahrheit. Was geht, geht.
Geräumig, hell, schön: so leben die Mädchen in ihren Zimmern, gut gepflegt, wie immer
















