Die gespendeten Kleider werden weiter gerecht verteilt. So viele mittellose Kinder wie möglich sollen teilhaben. Heute auch oben in Vinto.
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Weihnachtsmann die Erste: Candelaria
Das (glaubensübergreifende) Selbsthilfeprojekt Candelaria oben in den Bergen ist für Zurückgelassene, Blinde, Alte, Kinder. Hier oben, auf 3.200 Meter Höhe und 52 km entfernt von der dagegen geradezu reichen Stadt Cochabamba, zählt jeder Cent und jede Geste. Daher war der Weihnachtsmann als erstes hier oben und hat Teile der deutschen Spenden (DANKE! Wer erkennt etwas wieder?) verteilt. Die Kinder sind übrigens genauso pfiffig und reizend wie überall, ob sie nun keinen Cent haben oder in sehr alten Kleidern herumlaufen und wieso auch nicht. Die Geschenke waren für viele das einzige Weihnachtsgeschenk, das sie bekommen. Bringe die Tage auch nochmal Kleidung hoch, jetzt kann ich den Bedarf ja einschätzen. Urteilen Sie selbst, ob es die Kinder wohl etwas glücklicher gemacht hat.
Ein großer Tag für Alvaro
Am 20. Dezember 2013 hat Alvaro (18, Mitte) das Heim San Ignacio de Loyola (Quillacollo, oben am Berg) nach 13 Jahren als Heimkind verlassen und ein neues Leben in der Casa de los Jovenes (Cochabamba, Av. Capitan Uztariz, recht zentrumsnah) begonnen. Wir (future4children in Kooperation mit CDLB) suchen gerade ein Stipendium für ihn. Erstmal wird er ein Praktikum in einem Büro machen. Habe ihn und seine (paar) Sachen in sein neues Domizil gefahren. Einzelzimmer, hell, Schreibtisch am Hoffenster. So kann man studieren. Der Abschied oben in Quillacollo war schon sehr emotional.
Abi 2013 muss gefeiert werden
November ist der Abi-Monat in Bolivien, im Dezember wird gefeiert – und dann sind erstmal bis Februar Ferien. Sommerferien! Ist ja die Südhalbkugel hier. Samstag z.B. oben in San Ignacio, das ja auch eine große Schule auf dem Grundstück hat. Unsere beiden Jungs Alvaro und Freddy haben es geschafft – Freddy sogar als bester Schüler! Daher konnten wir (future4children in Kooperation mit LCDLB) Freddy auch ein Stipendium besorgen – er studiert bereits Medizin in der guten Universität Mayor de San Simon. Für Alvaro suchen wir noch. Alvaro ist ja unser Sänger und Gitarrist. Hoffe, er bleibt dabei. So gab es dann abends auf der Feier auch ein Spontankonzert…
Freddy, VP LCDLB, zugleich Repräsentant future4children, Alvaro
Fotos genehmigt von den volljährigen gezeigten Personen bzw. deren Erziehungsberechtigtenponsables
Tag des Fußgängers
Hier in Bolivien gibt es mehrmals im Jahr den „Dia del peaton“, in der Praxis eigentlich eher der Tag des Radfahrers. So auch der 1. Dezember. Selbst unsere Autobahn Nr. 4 nach Santa Cruz ist dann leer, die Kinder spielen Fussball drauf, und alle holen mal ihr Fahrrad raus. Wir waren auch mit den Fahrrädern unterwegs. Die leere Autobahn erinnert mich übrigens unglaublich an die Ölkrise in Deutschland 1973 und die autofreien Sonntage…
Das Ende der „Containerarbeit“
Exakt sechs Wochen nach dem Eintreffen dessen, was hier vom bolivianischen Zoll nach Bedienung seiner Bedürfnisse von den im Juni in Preußen eingepackten Dingen übergelassen wurde, ist Bericht zu erstatten. Es hat so lange gedauert, alles zu sichten, alles zu reparieren, was ging, und eben die Verluste festzustellen. Egal. Wir sind mit dem Projekt für die (noch) unschuldigen Kinder hier, die sollen eines Tages nicht solche Wurschtelfinger werden. Das wollen sie mit Masse auch gar nicht, die Not zwingt sie dazu. Also beseitigen wir die Not.
Zunächst die guten Nachrichten.
Die gespendeten Kleider, Schuhe, usw. Dürfte alles da sein. Nähmaschinen auch, die Fahrräder sehen Sie beim „Zelt“-BLOG. Viele Tüten habe ich wieder gefüllt, die Arabella so zielführend gepackt hatte (danke Dir nochmal). Man sieht sogar noch Zettel mit ihrer Schrift „Mädchen, 98“ usw. Vieles war total durcheinander, ist neu umgepackt. Aber: wohl alles da. Ganz oben links ein Stapel von etwa 40 Jeans. In Qualität, die hier sonst als neu verkauft wird. Wird die Kinder sehr freuen. Jetzt muss ich mir einen fairen Verteilungsweg ausdenken. Abril (CIUDADELA) sagte mir: „Na toll, die Großen in der CASA stecken sich an der Quelle wieder das Beste ein und wir kriegen wieder nur die Reste.“ Hmm, hat sie Recht. Muss anders laufen, schon der Anschein muss verhindert werden. Schliesse das Zimmer erstmal ab und denke nach. Ist ja bald Weihnachten.
Spielsachen, Schminke, Rucksäcke, sonstig Schickes. Sieht alles gut aus.
Besondere Freude, die super Tischlereiwerkzeuge bester Qualität für die Jungs oben in San Ignacio. Fehlt nur eine Drehbank für Zierelemente an Möbeln, aber da bin ich schon dran.
Musik, Spiel, Sport und Kultur.
Verlustmeldung
Von meine Sachen fehlt viel oder kam beschädigt an.
Schaden:
Kopierereinzug (weil in den Dreck abgestellt von den Verbrechern in La Paz), Bistrotische zerbrochen, Kleidung verdreckt und mit Löchern von Reibesand, weil falsch wieder hingefrummelt.
Geklaut:
Möbel, insbesondere IKEA-Regale, Akten, Bistro-Tisch, Decken- und Stehlampen, Kleidung und Schuhe in Massen, Küchengeräte, Wandbilder, auch Original-Radierungen und Stiche, Geschirr, Spiegel, Gartengeräte, meine wunderbare Jack-Wolfskin-Jacke, die mir in der Regenzeit sehr fehlen wird, Sportgeräte, und, und und…
Es fehlen manchmal ganz lächerliche Sachen, wie der Dosenöffner, der schon aus meiner Studienzeit war, eine Tüte verschiedene Fischer-Dübel (gut, eben deswegen gekauft, weil es die hier nicht gibt, und wohl deswegen geklaut), ein windschiefer Kleiderständer (aber noch aus meinem Elternhaus), alte Biber-Bettwäsche, mein uralter Krups-Pürierstab, von irgendeiner heißen Suppe schon mit windschiefen Zähnen … wer klaut so was, fragt man sich. Viel Wert hat das alles nicht, ich hing nur dran.
Abschließend eine positive Nachricht: alle meine Schallplatten und CDs sind da, alle Musikinstrumente auch. Das Glas ist halbvoll. Um meinen Kindern den Start in ein gutes Leben zu ermöglichen, reicht es auch.
Stellung kann gehalten werden. Boot steigt wieder.
Gute Adventszeit Christmas is comingPodemos ver Navidad ahora
Selten in Cochabamba: ein handgeschnitzter Schwippbogen, natürlich aus Annaberg / Sachsen (Erzgebirge). Wir wünschen eine schöne Zeit!
This is traditional from the place, where they invented christmas again hundreds of years ago: „Schwippbogen“ de Annaberg, Saxonia, here aluminating Cochabamba.
Un saludo muy tradicional de Alemania por navidad: „Schwippbogen“ hecho en mano en Annaberg. Por mas de 500 años existe una relacion entre Cerro Rico, Potosi y Annaberg! Interesado? Pregunte aqui no mas…
Fließend Wasser – wie eigentlich?
In Deutschland kommt das Wasser mit einem Druck von 3,5 bis zu 6 bar auf dem Übergabepunkt (meist im Keller) an. Öffnen wir in Deutschland die Wasserhähne, ist der Druck auch noch unterm Dach genug.
Das geht hier in den Anden so nicht, ist auch gar nicht so angedacht. Der Hauptgedanke hier ist Wasserknappheit. Das heisst, wenn wir Wasser haben, muss es den Bewohnern vorrätig geliefert werden. Herrscht Knappheit, sollen sie eine Zeit aus der Zisterne überleben können. Druck auf der Leitung ist dagegen das Problem jedes Einzelnen. So lösen wir das.
In der Zisterne ist ein Schwimmschalter. Fehlt der erste Kubik, gibt er frei und macht die Zisterne sofort wieder voll. So sind immer 5 Kubik da, die auch bei Engpässen für 4 bis 5 Tage reichen (Grossfamilie). Das Wasser ist sauber und gut. In Boliviens Neubaugebieten werden ausschließlich versiegelte PVC-Rohre verlegt. Hatte noch nie wegen des Wassers Durchfall. An den Blasen sehen Sie, dass die Zisterne gerade gefüllt wird.
Die Pumpe bringt das Wasser aufs Dach. Ja, wirklich!
Diese Steigleitung geht das Wasser aus der Zisterne mit Druck der Hauspumpe die Wand hoch…
…oben auf dem Dach ist mindestens ein 650-Liter-Tank, manche Familien nutzen auch größere. Die Schwerkraft dieser Wassermasse (mit Schwimmschalter auch immer auf Niveau gehalten) macht den Druck auf die Plastikleitungen im Haus. Und auch auf die Gastherme ganz unten, die das Heisswasser macht. Wir haben einen Junkers. Bosch-Gruppe. Tolles Gerät – hier in Bolivien immer außen montiert… Konstant warmes Duschwasser garantiert…
Klartext: wenn Trinkwasser der Kooperative an der Zisterne anliegt, haben wir immer 5 Kubik Trinkwasser in der Zisterne und nochmal 1.000 Liter auf dem Dach. Zudem sammeln wir Regenwasser in Zusatztonnen. Fazit: so schnell kann uns das Wasser nicht ausgehen. Agua es oro – Wasser ist Gold!
Musik ist Leben
Wir haben hier ganz schön Programm. Jeder hat seinen eigenen Stundenplan, dann Englisch im Hause, Selbstverteidigungsunterricht, weitere Fortbildung, Haus und Hof in Gang halten – und Musik machen. Da muss auch ich mal was Neues lernen – und wieso auch nicht. Künftig werden hier Karol (noch 17) und Paola (noch 17) für den Beat sorgen… sie lernen gerade Schlagzeug im Musikkurs der CIUDADELA.. Frühjahr 2014 sind sie hier
Neues Gartenzelt
Kleiner, und die Seiten offen wehen lassen. Das nimmt den Druck aus dem Zelt. Wenn es dann regnet, herrscht meistens kein Wind. Dann hängen die Seiten herab und leiten den Regen von den Fahrrädern etc. ab. Mal sehen, ob diese Idee hier funktioniert. Danke an die Spender der Fahrräder und des Einrades!













