Mädcheneinbauschränke

Wir versuchen, so viel wie möglich Stauraum bei so wenig wie möglich Verlust von Lebensraum zu schaffen

Wie gesagt, in das „Loch“ der linken Tür kommt ein Spiegel. Damit auch platzsparend angebracht, für junge Damen aber unerlässlich

Entschlämmen für klareres Brauchwasser

Nach 15 Monaten hat sich in den Dachrinnen und Regentonnen ein gewisser Bodensatz an Schlamm gebildet. Wenn das Wasser trotz Absetzung der Schwebstoffe nicht mehr klar wird, muss man mal entschlämmen. Ziemliche „Sauerei“, man sollte nicht sein bestes Jackett tragen

Wenn der Boden wieder grau ist, ist es geschafft.

Am Nachmittag kam ein Wolkenbruch, und beide Tonnen waren innerhalb einer Stunde wieder voll. Da wir das Regenwasser auch für die Toilettenspülung nutzen, sehr gut. Hat mich übrigens in Deutschland immer schon gestört, dass da bestes Trinkwasser durch’s Klo gespült wird. Muss doch nicht sein

Daniela hat es auch hinter sich

Keine Schülerin mehr: Dany, 17

Nur nochmal zur Erinnerung: eigentlich wären alle Ende November fertig gewesen. Für einige wird der Ergänzungsunterricht (wegen Corona) noch bis Juli (!) dauern…

Mühsame, aber immerhin, Fortschritte….

Im mittlerweile dritten Lockdown hier in Bolivien – bis zum 13. Februar- können wir trotzdem wenigstens etwas machen. Dies sind die ersten 4 Spinde für das Mädchenhaus. Bestes Hartholz, das auch Generationen lebenslustiger junger Damen übersteht. In das Loch der Tür kommt ein Spiegel – sind ja junge Damen. Berichte weiter nach Einbau

Derweilen unsere Modezarin

Leticia (28) hat für 2021 ein kleine Kollektion entworfen und bringt sie jetzt auch über das Internet an die Frau

Das war mal eine ganz schüchterne graue Maus. Davon ist nicht mehr viel übrig, finde ich

Und die nächste: Liz hat‘ s auch geschafft

LIzeth, Heim – und Patenkind, hat ihren Schulabschluss. Sie möchte jetzt Pharmazie studieren, aber in Cochabamba, weil da noch zwei ihrer jüngeren Geschwister sind. Kann man verstehen, aber wenn sie ihre Meinung ändert: unsere Tür bleibt offen

Zur Erinnerung: ihre Erstkommunion, bei uns im Hause gefeiert, siehe Archiv September 2016

Marina ist aus dem Heim raus

Unsere Marina (19), hat gestern endlich das Heim verlassen können. Allerdings steht sie jetzt vor den bitteren Realitäten: Alle halten sofort die Hände auf und wollen sie ausnutzen. Wenn sie arbeitet, kann sie nicht studieren oder lernen (hier gibt es noch die 48-Stunden-Woche), wenn sie nicht arbeitet, ist sie bald in der Schuldenfalle. Habe ihr angeboten, herzukommen, mal sehen, ob sie Freund und der verseuchten Stadt den Rücken kehrt. Sie müsste jetzt erstmal Luft holen können, sich besinnen, und existenzangstfrei neu anfangen

Zur Erinnerung: das war Marina vor über 10 Jahren im Kinderheim

Dann eben allein vor-üben

Niedlich. Nach dem Spiel mit Bella heute setzte sich Luzy (mittlerweile 10) hin und übte gegen sich selbst Abalone. Sie verliert es immer gegen Elvira (ich übrigens auch), Luzy ist sehr wissbegierig. Elvira sagt dazu:“Ihr fehlt zuhause Liebe und Zuwendung. Da wird sie als Hühnerpflegerin und Kindertante missbraucht, und sie ist selbst noch Kind. Außerdem hat sie kein Handy, sie nimmt ihre Eindrücke noch aus dem Realen. Wer erst gebückt auf dem blöden Ding rumtippt, wird unsensibler für Äußeres“

Glaube, Elvira hat Recht.

Da es ein Leichtes ist, Luzmabel hier mitlaufen zu lassen… herzlich willkommen, kleine Maus. Bei uns hast Du schon Schwimmen, Kochen, TippKick und Kniffel gelernt. Da können wir noch gut was draufpacken

Melo ist auch durch

Das geht halt dieses Jahr kleckerweise, da alle sehr verschiedene Ergänzungslehrpläne haben. Wird wohl noch bis Juli dauern, bis wirklich alle durch sind. Glückwunsch, Kleine! Ach, zur Erinnerung:

Das war Melody im Juli 2010, im Kinderheim

Frohes 2021!

Hoffentlich wird das mal was Besseres als das letzte Jahr. Jedenfalls bauen wir weiter an den Mädchenspinden, obwohl schon wieder alles zurückgeschraubt wird wegen CoviD – in Kürze gibt es hier die ersten Einbau- Erfolgsmeldungen. Man muss halt vorbereitet sein, für wann, weiß immer noch keiner

Derweilen ist die tropische Regenzeit wieder voll im Gange. Nein, das ist nicht der Fluss. Das ist unsere Straße vorm Haus