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Großer Badetag mit den Kindern
Es gibt auch in Bolivien Wasserparadiese, die natürlich für Kinder eine magische Anziehungskraft haben – vor allem, weil alle beteiligten Kinder zum ersten Mal hier waren (aber wohl nicht zum letzten Mal). Gut, ist auch in Bolivien für 16 Kinder und eine Betreuerin (wichtig! Ich kann die Mädchen ja nun schlecht in die Umkleidekabinen usw. einweisen, habe außerdem genug mit meinen 5 Jungs in der Phase zu tun) mit Essen und Trinken nicht so ganz billig, aber machen wir ja nicht jeden Sonntag. So alle 6 Monate aber schon. So ein Tag kostet mit allem Drum und Dran einschließlich Transport der Kinder und Miete von Badeanzügen (haben die Mädchen ja alle nicht) etwa 150 EUR komplett alles abgedeckt. Einiges haben Spenden dazu beigetragen – vielen Dank!
Das Besondere an diesem Bad vor den Toren der Stadt ist die Sauberkeit in schöner Anlage, und daß es auch Becken und Rutschen für die Allerkleinsten gibt (Yasmin, Lesli und Noel)
Unser tropenerprobter Willy war natürlich dabei und spendete stundenlang Freude für alle- hier mal für Nayeli (links) und Yasmin (reitend). Beachten Sie im Hintergrund auch die Anden – etwa 4.000 Meter hoch. Wir baden hier auf 2.800 Meter, aber es ist im November trotzdem heiß und die Sonne gefährlich, alle Kinder mussten sich morgens und nachmittags mit 60ger Sonnencreme wasserfest einschmieren (im genannten Gesamtpreis oben enthalten)
Auf der großen 50-Meter-Rutsche wird man unglaublich schnell. Mal selbst wieder Kind sein – herrlich
Als ich im selben Alter mit meinem Vetter mit dem Fahrrad ins Kennel in Braunschweig fuhr, musste es immer für 90 Pfennig „Pommes-rot-weiß“ geben. Ist hier ähnlich, heißt hier „Salchipapa“. Die Bademäntel sind aus der deutschen Kleiderspende, die 2013 mit dem Container hier ankam. Alles, alles, was Sie gegeben haben, wird nachhaltig genutzt. Die Bademäntel haben wir sonst im Haus, damit sie an solchen Tagen zur Verfügung stehen. Das hilft dann so noch einige Jahre und noch anderen Generationen
Kindergesichter Boliviens 11
Indian girls (?)
Kindergesichter Boliviens 10
Doppelfest oben in Colomi / Candelaria
Elvira feiert ihren Geburtstag zweimal: unten bei uns in der Stadt und oben mit den Freunden in Candelaria. Da ist es einfacher, aber trotzdem schöner: handgemachte kleine Kuchen sind einfach irgendwie liebevoller
Nun ist meine Elvira (in grell) auch schon 16
Mit einigen Freunden auf dem Zentralplatz von Colomi
Dann ins Riesenrad auf dem jährlichen Volksfest der „Virgen Rosario“ (wer hier so alles angeblich Jungfrau geblieben ist…), hier rechts mit Rosemary
Blick aus Riesenrad auf Colomi (Foto: Elvira)
Sieh an! Dieses Jahr wollten auch die Jungs mal
Ansonsten sind eher die Klassiker gefragt. Hier Choco und Noel…
… ein paar Tische weiter Alex und Gustavo.
Für die größeren Mädchen unverzichtbar: das Trampolin. Davon sprechen sie schon im Auto. Der ganze Festbereich heißt bei ihnen nur „Trampolin“
Hier sind wieder alle gleich: der schnelle Tisch mit dem fliegenden Puck. Haben gleich drei gemietet und ordentlich gezockt
Etwas kleinkindgerechter: Yasmin und Leslie im Rundflug
Oder auf der Rutsch-Hüpfburg. Oben links Leslie, die zum ersten Mal da runterrutschte, und rechts oben Yasmin (eiskalter Rutschprofi)
Kindergesichter Boliviens 9
Erstkommunion Lizeth (und Aydet)
Zwar ist Bolivien dem Verfassungspapier gemäß ein säkularer Staat, aber auf demselben Papier steht ja auch, dass Frauen die gleichen Rechte haben und nicht mehr vergewaltigt oder sonstwie mißbraucht werden. Was könnte man da herzlich lachen, wenn einem die Realität nicht die Bitternis bezüglich dessen so handstark um die Ohren hauen würde. Also nutze ich die kirchenrechtlichen Patenschaften, um einen faktisch akzeptierten Fürsorgestatus für die Heimmädchen einnehmen zu können. Not macht eben erfinderisch
… und ihre kleine Schwester Aydet.
Später bei uns daheim wurde es lustiger …
.. so sehen die beiden Schwestern übrigens „zivil“ aus.
Und das ist der Moment, den ich auch nach all den Jahren Bolivien noch immer schlicht hasse. „Meine“ Kinder wieder ins Heim zurückbringen zu müssen. Und dabei auch noch stark und fröhlich erscheinen zu müssen. Auf der Fahrt nach Hause, wieder allein im Auto, wird´s dann schon mal feucht von innen im Brillengestell. Was soll man sich da schämen.
Im Moment kann ich nichts (Legales, selbstverständlich) dagegen machen, sie zurückbringen zu müssen.
Noch nicht. Wir arbeiten dran
Schneiderarbeiten im Hause
Kleine Cholitas für Cochabamba
Etwas stilvoller als das Gelärme auf den Straßen: für den Hohen Ehrentag Cochabambas (14. September) bilden kleine Töchter von Freunden auf einer privaten Feier einen typischen Marktstand nach. Später haben sie alles auf einer Gala an den Tischen verteilt, es wurde fast alles aufgegessen, der Rest mit nach Hause genommen. In einem Land, wo immer noch Menschen auf der Straße oder auf dem Lande verhungern, gilt Speise als bloßer Schmuck als Frevel










