Entschuldigen Sie den Ausflug in die härteste Rallye der Welt. Aber alle meine Kinder sind begeistert und stolz, dass diese Rallye nun durch Bolivien führt, und mit Walter Nosiglia gibt es auch einen Bolivianer, der beachtlich mithält und auf dem Podium war. Was die mit ihren fahrbaren Untersätzen machen, ist irre…
Archiv des Autors: jefe
Clowns und Magiere
Regenzeit in den Hochanden
In der Regenzeit versammelt sich alles drin. Erstaunlich, wie eine einfache Lehmhütte den schweren Regen ab- und die Wärme des Gasherdes rechts festhält.
Das ist übrigens der Ort Candelaria, auf 3.300 Metern, aus unserem künftigen Musik- und Englischzimmerchen gesehen.
Alle hauen jetzt ran, um das Dach draufzubringen. Auch unser Pastor (oben, mit Schirmmütze). Wenn kein Dach und keine Wasserableitung auf dem Haus ist, kann der Andenregen durchaus nach Wochen die Hälfte des Gebäudes wieder weggespült haben.
Stört die Kinder erstmal wenig. Auch bei Platzregen wird draußen gespielt.
Wenn es zu dicke kommt, geht es halt in die Bauröhre. Schlechte Laune deswegen? Wieso das denn?
Seit Wochen kommen meine drei „Großen“ mit denselben Schuhen (Schlappen). Als es warm war, durchaus prima und angenehm. Jetzt, bei 12 Grad und Schlamm allerorten, nicht das, was ich mir so für „meine“ Kinder vorstelle. Der Blutweg beträgt ja von den Eisfüßchen bis zu den Nieren nicht mal einen Meter. Und stark sind die kleinen Herzen ja, zäh, das kalte Blut braucht nicht mal eine Sekunde da hoch..
„Macht uns nichts aus, Mathias, war schon immer so.“
Nur komisch, wo dann die Rotznäßchen und die Husterei und diese blöden Rückenschmerzen herkommen…
… und warum immer alle meine Decken im Auto sofort um alle Hüften geschlungen sind…
Vielleicht sollten wir nach dem sagenhaften Bettenspendeprogramm (einmal muss ich dafür -Bettenkauf und -transport sowie Montage- noch tätig werden und dabei insbesondere noch die großzügige Henning & Stanski – Partnerschafts-Spende umsetzen)
ein Schuh- und Stiefelprogramm aufsetzen?
Was meinen Sie?
Wenn Sie Lust dazu haben – zu tun gibt´s hier genug…
Garantiere wie immer für 100%ige Umsetzung.
Außerdem habe ich schon mal angefangen. Die Kinder haben HEUTE Eisfüße und nicht erst in der nächsten Legislaturperiode. Konnte fünf Paar gute, dicke halbhohe, robuste, teillederne, wasserdichte, atmungsaktive Stiefel mit Profil-Gummisohle für etwa 20 EUR das Paar (Größen 31 bis 37) nach Verhandlung kaufen. Wären auch in Deutschland prima Wanderstiefelchen. Na, wer möchte noch?
Paulchen arbeitet – auch Weihnachten
Unsere Paulchen (Paola) möchte sich ein paar Wünsche erfüllen – also arbeitet sie die ganzen Ferien an der Fleischtheke unseres Supermarkts. Macht sie gut und zuverlässig. Sie sieht hier nur so kindlich aus, der Kittel und die komische Haube nehmen alles Weibliche weg. Gut, sie ist auch nur sagenhafte 1,48 m „groß“, und da kommt auch nichts mehr dazu. Im Mai wird sie 19, und sie ist in ihrem letzten Schuljahr. Ein sehr liebes Fräulein. Übrigens unsere Schlagzeugerin aus der alten Band (siehe hier im BLOG). Supermärkte haben hier Weihnachten und Sonntags offen – Paulchen hatte nur Heiligabend frei…
Frohe Festtage um den Jahreswechsel
Baufortschritt in Candelaria
Der Guss des Zwischenbodens (siehe Vorberichte) ist so gut und stabil geworden, dass wir entschlossen haben, gleich den zweiten Stock draufzusetzen. Unten haben wir nun einen großen Saal mit Küche für alles, einschließlich Hochzeiten und Konfirmationen, oben Räume für kleinere Gruppen wie meine Kinder, für Englisch, Musik und Spiel. Das Sozialhaus wird das Leben in Candelaria verändern / verbessern / zentrieren…
Dieser Raum hat ein gutes Feng-Shui oder so etwas. Wie selbstverständlich haben die Kinder ihn für sich beansprucht, und ich habe auch gleich gesagt: das ist unser Musikzimmer. Endlich kann ich dann auch mal Instrumente und Partituren oben lassen und nicht immer alles hin- und herkarren. Und noch besser: die Kinder können auch zum Üben hingehen (was sie wollen), wenn ich nicht da bin…
… im Augenblick tingeln wir ja mit unseren Siebensachen noch durch Ställe oder Kartoffelspeicher… die in der Regenzeit natürlich voll mit Ernte und Tieren sein werden…
Weihnachtsmann – die große Aktion
Nunmehr wurden die letzten Sachen aus dem deutschen Container von 2013 verschenkt. Alles, alles ist an der richtigen Stelle angekommen. Um den Andrang zu ordnen, brauchte ich dieses Jahr fünf Weihnachtsengel („angelitos“). Zufällig auch meine besonders Lieben. Von links: Sandra, Rocio, Rosemary, Alicia, Nayeli
Die deutsche Kleidung wird buchstäblich aus der Hand gerissen
Auch Stoff und Wolle finden brennendes Interesse
Die Angelitos versuchen mit Erfolg, die Verteilung so gerecht wie möglich zu gestalten
Ein weiteres Geschenk: ein Mosaik von unserem Ausflugstag, für das neue Spiel- und Lernhaus. Die Angelitos erklären dem breiten Publikum, was wir gemacht haben
Musik. Wie immer. Wiederhole mich gerne.
Meine Freunde Freddy und Freddy halfen dabei gern mit
Wie in aller Welt möchten Kinder mit den neuen Geschenken gleich spielen. Wusste gar nicht, dass Tacomita auch als Puppenstube taugt. Tolles Auto.
Mein Geburtstag mit Freunden und den Candelaria-Kindern
„Morder la torta“ kennen Sie ja schon von Sandras Geburtstag. Für mich gilt da keine Ausnahme – wieso auch…
Die Kinder schunkeln zu Barclay James Harvests „Hymn“. Dazu haben wir in dem Alter auch schon geschunkelt..
Nebenbei grüßt Sandra Frau Clarissa Evers (geb. Allewelt) zurück, eine meiner Schulfreundinnen, die am selben Tag Geburtstag hatte und Sandra grüßen ließ.
Ja, ich liebe Euch auch alle. Ohne Euch wäre mein Leben blaß und grau
Bettenspende die Vierte
Noemi, rechts, schläft nun auch allein und in einem vernünftigen Bett. Sie dankt mit Hilfe von Yasmin Familie Dietrich Völpel. Noemi (wir haben drei dieses Namens davon, eben wie die Alexanders und Orlandos und Rosemarys) ist sehr schüchtern und zurückhaltend. Jetzt haben wir entdeckt, dass sie die Anden-Panflöte (Zampoña) spielen kann (unten). Als alle ihr zuhörten, ist etwas Wunderbares in ihr passiert. Jetzt ist sie bei uns. Grüße an Dietrich, seine Frau und seine ToTo.
Liebe Spender/innen – und es waren viele und Großzügige, toll! – im Januar geht es weiter. Jetzt muss erstmal der Weihnachtsmann hier und da hin, und dann ist hier in Bolivien Stillstand der Rechtspflege. Keine Sorge – die wichtigsten Schlafmöglichkeiten sind jetzt oben. Es geht weiter mit den Kleinstkindern (die liegen bis Januar gut mit in den neuen Betten der Geschwister). Aber da gibt es auch tolle Lösungen.
Weihnachtskonzert „Mi Llajta“
Bester Ort: Theater „Erzbistum“, Av. Heroinas (Prachtstrasse, „Broadway“ von Cochabamba)
Beste Zeit: 19.00 Uhr, 17.12.2014.
Beste Band: „Mi Llajta“ unsere Kinder aus der CIUDADELA. 1,5 Stunden Vollkonzert.
Niemand anderes.
Nicole (Keyboard), Tano, Lehrer Freddy, David (8) am Schlagzeug, Anai, Elizabeth, Anai (die Große), Abril
Ja, das (rechts) ist Nicol. April 2010 hat sie mit 1,20 m und ihrer Flöte bei uns angefangen. Jetzt eine stattliche Schönheit am Keyboard, mit fast 1,80 m.
Unsere derzeit Kleinste: Anai.
“ A la Bamba..“ …no soy marinero, soy capitan..
Elizabeth, Nicol, Anai, Abril










