Gute Adventszeit Christmas is comingPodemos ver Navidad ahora

ErzgebirgeSelten in Cochabamba: ein handgeschnitzter Schwippbogen, natürlich aus Annaberg / Sachsen (Erzgebirge). Wir wünschen eine schöne Zeit!ErzgebirgeThis is traditional from the place, where they invented christmas again hundreds of years ago: „Schwippbogen“ de Annaberg, Saxonia, here aluminating Cochabamba.ErzgebirgeUn saludo muy tradicional de Alemania por navidad: „Schwippbogen“ hecho en mano en Annaberg. Por mas de 500 años existe una relacion  entre Cerro Rico, Potosi y Annaberg! Interesado? Pregunte aqui no mas…

Fließend Wasser – wie eigentlich?

In Deutschland kommt das Wasser mit einem Druck von 3,5 bis zu 6 bar auf dem Übergabepunkt (meist im Keller) an. Öffnen wir in Deutschland die Wasserhähne, ist der Druck auch noch unterm Dach genug.
Das geht hier in den Anden so nicht, ist auch gar nicht so angedacht. Der Hauptgedanke hier ist Wasserknappheit. Das heisst, wenn wir Wasser haben, muss es den Bewohnern vorrätig geliefert werden. Herrscht Knappheit, sollen sie eine Zeit aus der Zisterne überleben können. Druck auf der Leitung ist dagegen das Problem jedes Einzelnen. So lösen wir das.

ZisterneIn der Zisterne ist ein Schwimmschalter. Fehlt der erste Kubik, gibt er frei und macht die Zisterne sofort wieder voll. So sind immer 5 Kubik da, die auch bei Engpässen für 4 bis 5 Tage reichen (Grossfamilie). Das Wasser ist sauber und gut. In Boliviens Neubaugebieten werden ausschließlich versiegelte PVC-Rohre verlegt. Hatte noch nie wegen des Wassers Durchfall. An den Blasen sehen Sie, dass die Zisterne gerade gefüllt wird.

PumpeDie Pumpe bringt das Wasser aufs Dach. Ja, wirklich!

SteigleitungDiese Steigleitung geht das Wasser aus der Zisterne mit Druck der Hauspumpe die Wand hoch…

Dachtank…oben auf dem Dach ist mindestens ein 650-Liter-Tank, manche Familien nutzen auch größere. Die Schwerkraft dieser Wassermasse (mit Schwimmschalter auch immer auf Niveau gehalten) macht den Druck auf die Plastikleitungen im Haus. Und auch auf die Gastherme ganz unten, die das Heisswasser macht. Wir haben einen Junkers. Bosch-Gruppe. Tolles Gerät – hier in Bolivien immer außen montiert… Konstant warmes Duschwasser garantiert…

Gastherme_aussenKlartext: wenn Trinkwasser der  Kooperative an der Zisterne anliegt, haben wir immer 5 Kubik Trinkwasser in der Zisterne und nochmal 1.000 Liter auf dem Dach. Zudem sammeln wir Regenwasser in Zusatztonnen. Fazit: so schnell kann uns das Wasser nicht ausgehen. Agua es oro – Wasser ist Gold!

Musik ist Leben

WEB_Unser_neues_SchlagzeugWir haben hier ganz schön Programm. Jeder hat seinen eigenen Stundenplan, dann Englisch im Hause, Selbstverteidigungsunterricht, weitere Fortbildung, Haus und Hof in Gang halten – und Musik machen. Da muss auch ich mal was Neues lernen – und wieso auch nicht. Künftig werden hier Karol (noch 17) und Paola (noch 17) für den Beat sorgen… sie lernen gerade Schlagzeug im Musikkurs der CIUDADELA..  Frühjahr 2014 sind sie hier

Neues Gartenzelt

Kleiner, und die Seiten offen wehen lassen. Das nimmt den Druck aus dem Zelt. Wenn es dann regnet, herrscht meistens kein Wind. Dann hängen die Seiten herab und leiten den Regen von den Fahrrädern etc. ab. Mal sehen, ob diese Idee hier funktioniert. Danke an die Spender der Fahrräder und des Einrades!

Neues Zelt

Kollateralschäden

Nun, Reifenpannen und Zeltzusammenbrüche hindern natürlich ein wenig, die vielen kaputten Kartons, wild zusammengewürfelt vom Zoll, mal wenigstens zu sichten und zu wissen, wo was ist und was letztendlich fehlt. Gut, hab ja Zeit, und danach kenne ich jede gespendete Hose beim Zweitnamen.

Hornbach (insbesondere Filiale Potsdam Nord) möge sein Partyzelt aus dem Sommerangebot beschriften mit:

„Nicht geeignet für die Starkwindböen des bolivianischen Hochlandes“.

Zelt-putt

Plattfuß

Nach drei Monaten das erste Mal, und eigentlich ein Wunder – so spät erst! Bei den „Strassen“ hier, oft ohne Asphalt, Dreck, Abfall und Scherben einfach hingeworfen. Na,ja, so habe ich wenigstens mal mein Bordwerkzeug ausprobiert und den Reservereifen auch gleich…

Reifenpanne

Der „Container“ ist da…

Der Container widerrechtlich geöffnet, die Sachen einschließlich Fotokopierer wochenlang in Staub und Dreck – wir befinden uns in Bolivien! So kamen meine Sachen und die Sachspenden für die Kinder hier heute nach exakt vier Monaten an…

Offener_LKW

Offener LKW_2Und ich hatte „FullService“ bestellt und bezahlt. In Deutschland heisst dass: ALLES auspacken und montieren und einräumen. Hier nicht. So sieht das Haus nun aus, nachdem die „Arbeiter“ zurück nach La Paz gereist sind. Sie hatten nicht mal ein Fizzelchen Werkzeug dabei.

FullService2

FullService_1

Femdsprachen – pures Gold

Unsere Tafel ist nicht ungenutzt, wie man an den Wischspuren sieht. Hier das Wort des Tages, mit ein bißchen Umfeldwissen. Wer in Bolivien Fremdsprachen kann, verdient gleich mal das Dreifache, dazu Trinkgeld von Touristen, denn das können hier viel zu wenige. Ganz klar: in diese Nische ist mit den jungen Damen des Hauses vorzustoßen!

Fremdsprachen

Tag der Schüler und Studenten – ein Farbenmeer

22. September 2013 – auch in Deutschland bekanntlich ein wichtiger Tag, Gratulation an die Bundeskanzlerin. Das Jahr gliedert sich in Bolivien eher in Feier- als in Arbeitstage. Kommt meinem heutigen Lebensgefühl sehr entgegen, der bolivianischen Staatskasse wohl weniger. Unsere großen Zukunftskandidatinnen aus dem Kinderheim haben wieder auf der Prachtstrasse hier getanzt. Dreimal dürfen Sie raten, wer den Kindern wieder das Geld dafür gegeben hat und wer sie letztlich dahingefahren hat. Da ich alle unsere Kinder sehr schätze, flankieren die CASA und ich das dann eben auf deutsche Art. Und es lohnt sich – schauen Sie mal. Bis auf die Federhüte haben alle Kinder ihre Kostüme selbst gemacht: Ein Meer von Farben und Federn, auf bronzener Haut unter tiefschwarzen Augen. Habe selten Schöneres erblicken dürfen.

Farben-und FedernmeerEin Farbenrausch

SonnencremeWenn eine bolivianische  Schulkameradin von vielen unserer Kinder aus dem Heim, die die (recht gute!) Schule „Maria Riquelme“ oben in Colcapirhua besuchen,  schon so dick Sonnencreme aufträgt, ist es für uns Europäer allerhöchste Eisenbahn. Ab zehn Uhr morgens steht die Sonne so gnadenlos hoch wie in Deutschland nie, und bis Mittag erreicht sie die Einstellung „Grill Oberhitze“. Wer da nicht mindestens „50“ aufträgt, kann zuschauen, wie sich in zwanzig Minuten die Haut vom Unterarm schält, das ist kein Scherz. Hauttyp 1 (blond und weiß) ist in 8 Minuten gar. Aber das Licht ist ein Zauber. Es ist Ende September, Frühlingsanfang in Bolivien, und es wird noch heftiger!

Gruss an Frau MerkelMaria „Rosario“, 18 Jahre alt und daher selbst berechtigt, ihr Foto hier einstellen zu lassen, grüßt in den deutschen Farben nach Deutschland. Sie weiß in diesem Augenblick genau, dass in zwei Stunden die Wahllokale der Bundestagswahl schließen und wer Angela Merkel ist.  Auf nähere Ausführungen zu Steinbrück, Westerwelle, Trittin und Co. habe ich allerdings verzichtet, man brauchte ja keine Glaskugel, um die Halbwertszeit solchen Wissens und dessen Wert für die Mädchen zu berechnen. Glauben Sie bitte nicht, das die Mädchen hinterwäldlerisch sind, nur weil sie in einem Heim wohnen. Insbesondere nicht, wenn sie mit mir in Kontakt sind… und unsere in der CASA mit allen modernen Informationsmöglichkeiten, schon überhaupt nicht.
Deutschland möchte unsere winkende junge Dame oben auch einmal im Leben besuchen. Und das wird sie auch, dafür können wir alle zusammen mit wenig Aufwand für den Einzelnen sorgen. Sie wird übrigens die erste Sportlerin in der Casa werden: sie möchte von sich aus unbedingt Leichtathletik machen. Gefällt mir riesig, hätte es so gerne, wenn die anderen jungen Damen auch etwas mehr Sport machen würden… aber wenn der Container mal irgendwann kommt, gibt´s ja immerhin schon mal Selbstverteidigung in der Casa… und ein paar Krafttrainingsgeräte sowie einen Sandsack

Tita und Linda sind jetzt bei uns

Konnte ja gar nicht anders sein. Wir haben uns gut vorbereitet, einen Stundenplan gemacht, wer wann ausgeht mit „dem“ Hund (ich mache unter anderem den SONNTAG, da haben die Mädchen frei und können mit ihren Freundinnen oder Freunden ausgehen, und für mich ist der Sonntag ein Tag der Besinnung, erst Kirche, dann ein langer Spaziergang oben in den Bergen mit unseren Hunden – Balsam für die Seele…), und wir wollten nur EINEN Hund. Aber dann siehst Du die Kreaturen im Tierheim, und alle 75 Hunde sind es wert, gerettet zu werden. Mist. Man kann leider nicht die ganze Welt retten.

Wir haben daher den alten Trick angewendet: wer zuerst zu uns kommt, ganz ruhig ist und bleibt, ist unser Hund. Tita, drei Jahre, und Linda, ein paar Wochen, haben das gemacht.

Hunde_waschenErstmal waschen. Tita roch nicht gerade nach Flieder, aber sie macht alles mit. Ein feiner Hund, selbstbewusst an der Leine, stark, aber sie sagt nicht viel. Wenn so ein Streuner kommt, nimmt sie eine Fellprobe und gut is.
Hunde_bürstenTita bürsten. Sie verliert Fell, ein gutes Zeichen, dass der Sommer kommt.

Hunde_päppelnAufpäppeln. Unsere beiden kamen jetzt nicht gerade übergewichtig hier an.

HUnde_lieben_und_spielenSpielen und liebhaben.

Erster_AusflugErster Ausflug. Natürlich mit Halsband und Kette (Leine) das Halsband haben beide immer, dann können sie nie für Streuner gehalten werden. Hier mit Marisol und Noemi. Bin begeistert, wie die beiden auch perfekt mit der Abwehr der Strassenhunde umgegangen sind. Meine Töchter sind klein gewachsen und haben nicht gerade eine elitäre Geschichte hinter sich. Aber sie sind zäh wie Leder. Das hat das Leben sie gelehrt.

LindaLinda. Das kleine Mäuschen. Hier nach dem Nuckeln an Andreas großem Zeh… wohl doch zu früh von der Mutter getrennt…