Hier ist es nie langweilig, nicht eine Minute. Neben Konzertvorbereitungen, Vertragsverhandlungen, Casa-Alltag und Projektbesuchen wird auch immer mal wieder ein Kind krank. Oder unser Hund. Beto hat mit seinem Mageninhalt mehrere Tage unseren Fliesenboden verziert. Jetzt wird er am Tropf wieder hochgepäppelt. Armes Kerlchen, sonst hyperaktiv, hängt er jetzt ziemlich in der Gegend herum… Sonntag fährt er mit mir wieder hoch nach Colomi, da freut er sich auf unsere Kinder…
Archiv der Kategorie: Unser BLOG
Nachtproben: unsere Musikschule / Band „Mi Llajta“
Kaum etwas macht mir mehr Freude hier, als Musik mit den Kindern zu machen. Stundenlang und beharrlich wird geübt, bis in die Nacht. Es gibt hier Talente, von denen die Welt noch hören wird.
In den Fenstern sehen Sie, dass längst Nacht ist. Interessiert keinen, wir machen weiter, bis der Pförtner uns rausschmeisst ( der singt allerdings selber mit..)
Einzeleinweisungen, um die Perfektion für das nächste Konzert zu schärfen:
Nori, ein hochsympathischer Japaner, schaut auch nicht auf die Uhr und gibt Paola am Schlagzeug den letzten Schliff
Anai, unser Supertalent, könnte mit ihren Zampoñas und ihrem Gesang morgen ins Tonstudio gehen und Karriere machen. Hänge schon am Telefon, das wäre doch gelacht…
Auch Brandon und Abril haben sehr schöne Stimmen
Und jetzt alle. Die Band zieht scharf. Nicht mehr lange, und Sie sehen hier Konzertfotos. Würde auch gern Videos hier einstellen, aber irgendwie hilft mir dabei keiner, der diesen EDV-Käse besser wissen müsste… vielleicht gibt sich ja jemand einen Ruck. Lohnt sich.
Fotos mit Genehmigung / courtesy of / con permiso de SEDEGES, gracias
Fotos mit Genehmigung / courtesy of / con permiso de SEDEGES, gracias
Fotos mit Genehmigung / courtesy of / con permiso de SEDEGES, gracias
Tacomita – dafür haben wir ihn (sie)
Wozu so ein Schlachtschiff, fragen manche. Hier die Antwort.
Mehl und Öl für die CIUDADELA. Locker eine Tonne Gewicht.
Neue Ausrüstung für die Musikschule und die Band.
Und auch mal Schulbus, wenn die Möhre aus der CIUDADELA mal wieder nicht geht.
Für unser Spielhausbauprojekt oben in Candelaria: 20 Sack Zement die Alpen hoch – exakt eine Tonne Zuladung. Choco kann es kaum glauben…
Tag des Kindes 2014
Autofreier Tag II – Radfahren lernen
Wieder ein autofreier Sonntag („dia del peáton“- Tag des Fußgängers und des Radfahrers), den wir mit den gespendeten Fahrrädern nutzen. Insbesondere Maria muss das erst einmal lernen, Noemi schwirrt da schon längst mit ihren Freundinnen in der Stadt herum. Na denn, Zeit hatten wir ja heute genug. Und vor allem gute Luft. Das macht schon einen Unterschied, wenn die ganze Stadt fast autofrei ist.
Entschlossen geht es ans Werk…
… und alle helfen mit, hier Marias Freund William…
… und sie übt in der ihr eigenen Beharrlichkeit wirklich fast zwei Stunden in der Mittagssonne!
Das muss belohnt werden, ab halb zwei wurde ausgiebig gegrillt
Frisörlehrwerkstatt und Konzertprobe
Mit unserer Hilfe sehr schön geworden: unser Friseurworkshop in der CIUDADELA, in dem den Kindern fünf Tage die Woche durch eine Friseurmeisterin Haarbehandlung und Kosmetik vermittelt werden. Oben: in der Mittagspause auch genutzt, um sich schulfertig zu machen…
Schöne Frisur gewünscht? Ab jetzt müssen die Kinder selber ran, auch die Jungs. Drei große Spiegel, die Kittel und Scheren, Kämme sowie eine professionelle Haarschneidemaschine habe ich Dienstag morgen vorbei gebracht.
Unsere Tiere oben in San IgnacioOur animals in San IgnacioNuestros animales en San Ignacio
Den Kühen geht es jetzt viel besser…
… auch Noemis Baby wächst kräftig (ein kleiner Stier)…
… unser Designerschweinchen: ein Auge blau, eines braun.
LCDLB in Kooperation mit future4children, Schweiz.
Our cows are feeling fine…
… designer-piggy: watch it´s eyes!
LCDLB cooperating future4children.
Nuestras vacitas se sienten muy bien…
… el bebé de Noemi esta creciendo bien …
… chanchita-deseño: un ojo azul, un ojo cafe..
LCDLB en cooperación con future4children.
Sonntagsarbeit in Colomi
Den Kindern der Kirchengemeinde in Colomi hatten wir versprochen, auch mal Haare und Fingernägel auf die hier typische bolivianische Art zu machen. Hintergrund: die evangelischen Gottesdienste hier dauern sehr lange, manchmal mehr als zwei Stunden. Unmöglich für die Kleinen, da die ganze Zeit stillzusitzen. Und auch ich als preußischer Protestant bin da nicht ganz so zu Hause. Gottesdienst dreiviertel Stunde; so gehet hin im Namen des Herrn, und gut is. Daher habe ich die bekanntlich die Kinderbetreuung während des Gottesdienstes übernommen. Da komme ich auch mal raus 😉
Zur Kinderbeschäftigung hatten heute Rosario und Sibile, eine reizende Lehrerin, die uns in der Casa freiwillig hilft, eine Schmink- und Frisiertisch für die Mädchen aufgebaut. Und echte Meisterwerke vollbracht. Danke, Ihr beiden!
Rosario und Sibile bestens vorbereitet
Rosario hat das in der CIUDADELA in unserer Friseurlehrwerkstatt gelernt – und das wirklich nicht schlecht!
Hier die Ergebnisse:
Derweilen haben wir mit den Kindern, die grade nicht drankommen konnten (oder eben mit den Jungs, die geflochtene Haare und lackierte Fingernägel jetzt nicht sooo schätzen) einen Spontanchor formiert..
…. und das immerhin sogleich zu Gehör bringen können:
Beto und Bambino schienen auf der Rückreise sich jeweils mitteilen zu wollen: „Was hast DU eigentlich in MEINEM Auto zu suchen?“

Maria kocht mit Herz
Unsere Maria kocht gerne und auch sehr gut und ideenreich – und außerdem gesund. Dann deckt sie noch den Tisch mit Liebe und richtet die Speise verlockend an.
Heute gab es papas a la huancaya. Kartoffeln unter einem Erdnuss-Tomátenpürree (sehr lecker!!) angerichtet auf grünem Salat mit Eiern, Tomaten und Käseeckchen. Zwei Stunden stand sie in der Küche. Habe(n) sie sehr gelobt.
Am Abend gab´s zu ihrer Belohnung ihr Lieblingseis (Schokolade) mit frischen Erdbeeren und als „Film der Woche“ einen preisgekrönten chinesischen Film einer 15-jährigen Hilfslehrerin, die einen ihrer Schüler in der Großstadt sucht. Wunderschöner Film. Maria hat Sinn für (fremde) Kultur. Auch die junge Geschichte Deutschlands mit Mauer und Geisterbahnhöfen in Berlin zur Teilungszeit hat sie schon mit Staunen angehört. Sie ist in ihrer neuen Schule mit Abstand Klassenbeste und wurde dafür zur „Presidenta“ (eine Art Klassensprecherin) gemacht. Wiederhole mich gerne: man muss nur die sozialen Schranken einreißen – dann können die Kinder ganz nach vorne kommen. Maria ist ein wunderbares Beispiel, Paola (z.B.) wird ihr nicht nachstehen…
Kleiderspenden: fast ein kleiner Laden
Wir waren ja in allen Kinderheimen mindestens einmal, in Colomi sogar dreimal mit ordentlichen Kleiderspenden. Und trotzdem ist immer noch so viel aus dem Container übrig (DANKE nach Werder und Potsdam, Karin Lorenz: super gemacht!), dass nach dem Ordnen und Beschriften durch Noemi und Maria (Danke, Töchter des Hauses. Habt Ihr mit Überzeugung in Eurer freien Zeit gemacht) einer richtiger kleiner Laden entstanden ist. Keine Sorge, jedes Kleidungsstück findet seinen Weg zu einem bedürftigen bolivianischen Kind. Jetzt können wir auch die Kinder ins Haus einladen und mit einem Griff das Richtige aus dem Regal oder den Ergänzungskisten ziehen…
Manchmal waren die Spenden auch lustig. Jemand hat für die zarten bolivianischen Kinder eine Bollerhose gespendet, in die locker Noemi, Hund Veto und Maria zusammen reinpassen, Beweis siehe unten. Na gut, Karneval gibt´s ja bekanntlich auch noch…



