Die Grundpfeiler stehen schon, die Fundamentzeile ist ausgehoben: da haben wir heute (16.07.2014) mal den Grundstein für das Spiel- und Lernhaus der Kinder gelegt. Im Bild unser Diakon der Kirchengemeinde Candelaria, der die Bauarbeiten leitet und kräftig Hand mitanlegt, Guadalberto Rodriguez. CDLB liefert das Baumaterial und ich habe alle meine Werkzeuge für die Bauzeit verliehen (Schlagbohrer, Trennjäger usw.). Außerdem helfe ich auch mit, wenn Zeit ist.
Weltmeistertag 13. Juli 2014 mit den Kindern
Eine überraschend große Zahl Bolivianer unterstützte die deutsche Mannschaft. Schon im Vorfeld und nach dem Halbfinale musste ich Interviews geben, die tatsächlich im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Doch als der 13. Juli und damit das WM-Finale kam, wurde alles noch getoppt…
Schon morgens nach dem Gottesdienst mit den Heimkindern (Takt im Moment: ein Sonntag oben in Colomi, der andere in unserer „Misionera“ mit den Heimkindern der Ciudadela) gab es direkt nach dem Gottesdienst nur ein Thema. Hier fing das Finale ja schon um 3 Uhr nachmittags Ortszeit an…
Unsere kleinsten Jungs legten sich vor der Kirche auch gleich fest.
Beste Plätze. Rechts neben mir Alvaro, unser Informatikstudent aus unserer CASA, der übrigens vom ersten Tag an gesagt hat, dass Deutschland Weltmeister wird.
Unser Blick auf´s Geschehen. Hier noch Null:Null.
Halbzeitpause durchgetanzt zu knackigen Live-Sambaklängen. In England wurde der Fußball zwar erfunden, in Deutschland wohl präzisiert, aber hier wird er gelebt.
Und wieder ein Fernsehinterview (Foto: Alvaro). War wohl der einzige gebürtige Deutsche in diesem Bereich der Fanmeile – daher irgendwie dauernd vor der Linse.
Sehr viele Latina-Schönheiten (aber auch Herren) wollten dann ein Foto – keine Ahnung, wie viele es waren. Alvaro hat nur noch gelacht. Na, was erduldet man nicht alles für die Völkerverständigung 😉
Lokalrunde für alle, die wollten, im CASABLANCA (wo sonst..)
Bolivianische Lebensart: Zeit für ein Schachspielchen ist bei aller Freude doch immer. Links Alvaro, rechts Natalie, Freundin des Hauses. Anhand ihres Shirts (Tipp: offizielle EM-Farben 2008 ihres Teams) dürfen Sie dreimal raten, für wen sie wohl war…
Eine Reise durch Bolivien
Diese Reise soll auch jedes Kind in der CASA einmal im Leben gemacht haben. Alvaro konnte nicht mit, sein Semester lief auf Hochtouren. Nächstes Mal, mein Junge… versprochen..
Koralleninsel auf 3600 Meter, mit 1000-jährigen Kakteen, Salz und Trockenheit bis zum Horizont…
… da sind auch vor 1200 Jahren diese armen Kinder nicht verwest..
… auch bester Stahl rostet in dieser Salzluft.
Einst die reichste Silbermine der Welt: der Cerro Rico in Potosi. Durchquerung der Minen noch heute ein Abenteuer.
Riesige Vulkane warten mit Farbenpracht auf.
Nandu – der Strauß Südamerikas
Hier noch ein einfacher zu fotografierendes Exemplar aus dem Zoo Hannover – danke, Caro!
Trogon – einer der schönsten und scheuesten Vögel der Welt
Einzigartige Tierwelt … und das war nur der Süden..
Wunschliste erfüllt – danke Caroline!
Besuch aus Deutschland
Fast genau ein Jahr nach meiner Auswanderung der erste deutsche Besuch: Caroline ist da! Viel Zeit, ihr Jetlag auszukurieren hatte sie nicht. Gleich am zweiten Tag fuhren wir morgens zur Candelaria auf über 3.000 Metern. Und sie fand auch sofort den Zugang zu den Kindern…
… mit der Kleinsten am kalten Bergbach…
Bauprojekt Candelaria: Spielhaus
Es geht los. Wir bauen das Spiel- und Lernhaus oben in Colomi und können damit die Wirkungsmöglichkeiten deutlich verbessern. Gerade in der langen feucht-kalten Zeit dort oben, die von November bis April dauern kann…
Den Planungstisch haben wir schon mal. Im Hintergrund bei den aufragenden Holzlatten der Baugrund.
Ob der Gringo auch wieder nur dummes Zeug erzählt und hinterher kommt nichts bei rum?
Dienstreise nach La Paz
Sucre ist die verfassungsmäßige Hauptstadt von Bolivien. Als staatstragende Organisation befindet sich dort aber nur noch das Oberste Gericht. Regierungssitz und heimliche Hauptstadt ist La Paz. Das Erstaunliche: innerhalb des Großstadtgebietes von La Paz und El Alto (nur künstlich getrennt, nun zwei Verwaltungskreise, zwei Millionen „städte“) überwindet man über 1.000 Höhenmeter. Was für eine Taxifahrt zum höchstgelegenen Verkehrsflughafen der Welt (über 4.000 Meter) …
Anflug auf den Flughafen El Alto bei Sonnenuntergang. Im Hintergrund glänzt der magische Titicacasee
Taxifahrt bei Nacht. Unten im Tal (auf über 3.000 Metern) La Paz
Blick am Morgen aus „meinem“ Fenster bei Familie Lübben (ich danke Euch! Was für ein schöner Aufenthalt…). Die Gebirgsmassive fangen sozusagen gleich hinterm Komposthaufen an…
Übrigens, Familie Lübben. Hier die Tochter des Hauses Samira. Wie alle jungen Damen mümmelt sie sonntags morgens friedlich ihr Fruchtmüsli. Es steckt allerdings viel mehr hinter der 17-jährigen mehrsprachigen jungen Musikerin. Sie schreibt bereits ihre Songs selber und produziert sie auch. Künstlerregion Berlin/Potsdam: warm anziehen! 😉 Kostprobe gefällig? https://www.youtube.com/watch?v=_c8eQ6IVNkk
Reste der historischen Altstadt von La Paz. Leider sind kaum noch solche Straßenzüge erhalten
Hauptplatz mit Kathedrale und Regierungssitz
Typisch bolivianische Kuriosität: Rechts ein Teil des prunkvollen Parlaments, daneben direkt eine „Bruchbude“
Höchster Punkt der Unterstadt: Mirador Killi Killi. Hier eine Auswahl der atemberaubenden Ausblicke
Ein Zauber: über der Stadt mit 6.439 Metern der ewig schneebedeckte Illimani
Im Hochlagunengebiet
Wir schreiben das Jahr 2014. Raumschiff Tacomita stößt in Sphären vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat…
Das Hochlandseengebiet oben in Colomi ist so groß wie die Seenplatte rund um die Müritz. Allerdings paddelt man auch bei schönstem Wetter relativ alleine da oben. Die Umgebung malerisch, die Natur unberührt. Und was man im Auto nicht dabei hat, das ist auch nicht beschaffbar…
Mit allem, was man braucht, einschließlich Hund aufbruchfertig.
Und ab auf den See. Ab sofort auch mein Lieblings-Kajakgebiet hier in Bolivien.
Oben: Den Weg durch die Hochlandsümpfe finden. Man sinkt schon mal gern knietief ein.
Darunter: Rocio trägt treu ihre kleine Nichte Yasmin, sobald sie nicht mehr kann. Danach habe ich die kleine Maus übernommen. Ist ja nicht mitanzusehen.
Zwischenimbiss aus der Tüte mit Trocknen der Schuhe, Strümpfe und Füsse…
… und am Nachmittag ein Picknick mit Fisch, Hühnchen und diversen Kartoffelvarianten (die wurden ja hier „erfunden“).
Und trotz allem: am Spätnachmittag ging es nochmal auf die Rollerblades. Die Kinder sind unermüdlich, wenn sich mal jemand nur um sie kümmert. Herrlich
Magie Boliviens erlebt mit den Kindern der Candelaria
Heute Sonntag früh morgens oben in CANDELARIA war noch kein Erwachsener da – aber bereits alle Kinder (sagt Ihnen das was?). Also gingen wir mit ihnen und unseren Hunden zum nahen Wasserfall hinunter. Dort erreichte uns der Anruf, dass wir einen besonderen Gottesdienst in einer 4.600 Meter hoch gelegenen Nebenkapelle feiern würden – nach gut einer Stunde Fahrt durch die menschenleeren Anden. Ob ich wohl alle Kinder mit meinem Tacoma hochbringen könne. Na, dreimal dürfen Sie raten. Bei schönstem Wetter war das ein atemberaubendes Erlebnis, auch für die Kinder. Wir sahen Kondore kreisen (riesengroß und weißes Mittelgefieder – unverwechselbar) und hinter einer Kurve saß ein Adler auf einem Steine. Nur widerwillig – was hätten wir da in der Wildnis schon zu suchen – hob er ab und gab den Weg frei.
Uns wurde schlagartig klar, dass die Kinder trotz Armut in dieser Natur glücklich aufwachsen. Sie genießen, was Stadtkindern in aller Welt entgeht. Ein großer Trost.
Denke, den Rest erzählen die Bilder…
Pinkelpause und sofort ist alles unterwegs zur kleinen blauen Lagune (rechts)
Nachtrag: bisher größtes Konzert SACABA Juni 2013
Am 28.06.2013 hatte unsere Band „Mi Llajta“ mit dem großen Chor das bisher größte Konzert, auf professioneller Bühne mit über 3.000 Zuschauern im Fussballstadion Sacaba. Anlass war der 250. Geburtstag der Stadt.
„… sin tiiii….“ Von links: Sonia, Daniela, Freddy, Paola, Marianela, Abril, Deisy.
„We are the world … somos amor, somos el mundo…“ Das Bild zeigt höchstens die Hälfte vom großen Chor. Die Kamera hatte bei dem Lichtgeflimmer Mühe, einigermaßen Bilder zu machen.. hier noch die besten..
Muss auch sein:
„Nach jedem Gig zum Hühnerhugo – verfraßen wir unser Gelder..“
Marius Müller-Westernhagen
Wir machen es auch so – haben die Kinder nun wahrlich verdient.
Fotos mit Genehmigung / courtesy of / con permiso de SEDEGES, gracias
























