Erlebnistag mit den Kindern der CANDELARIA – danke, RGO ´81

Noch einmal Dank an meine ehemaligen Schulkameraden der RGO ´81! Auch hierzu habt Ihr beigetragen!
Bitte beachten Sie den Aufruf zur Bettenspende für Kinder, die auf dem Boden schlafen o.ä., am Ende dieses Beitrags, vielen Dank

Am 23.11.2014 konnten wir endlich mit Erlaubnis aller Eltern und mit Begleitung von Hermana Cristina mit der Kindergruppe oben aus CANDELARIA nach Cochabamba reisen und einen Tag im Aqua-Erlebnispark Mariscal und dann in unserer CASA mit Pizza und Eis erleben. Es war wunderbar, und die Kinder werden das ganz sicher nicht vergessen.

GruppenfotoDie gesamte Truppe (alle im Tacomita hergebracht. Was für ein Auto. Gut, ich wiederhole mich.) Von links: Joel, Mathias, Sandra, Alicia, Alex, Jose Ariel, Hermana Cristina (Strohhut), Rocio, Yasmin (klein), Nayeli, Jose Gustavo, Choco, Rosemary

Hallo_SchlangeRocio: „Die soll nicht giftig sein? Gut, das es eine Glasscheibe gibt…“

Fisse_fütternAlle Mann/Frau beim Fische füttern.

Herr_TukanEispauseEispause. Im November hat es hier schon mal über 30 Grad. Bolivianer haben ein anderes Temperaturempfinden, sie sind immer dicker gekleidet als z.B. ich. Passe mich einigermaßen an, aber will ja auch nicht verdampfen…

Bootfahren SchwanenseeAcht von elf Kindern konnten schwimmen und wagten sich in die Boote.

Fahrrad 1 Fahrrad 3 Fahrrad 2Oder gaben Gas.

Jungs_klettern Mädchen_klettern RutschenKletter- und Rutschpark.

LOla_rennt IM_ZugLola rennt, (nein, Rosi), der Rest fährt Zug

KreigsratKriegsrat. Achterbahn oder Baden gehen? „Baaaaaden!!!!“

Bad_1 Bad_2 Bad_3Lieben Kinder in aller Welt. Es gibt keine Unterschiede.

Pizza_1 Pizza_2 Salattruppe SchlemmenDanach in der Casa zusammen Pizza und Salat gemacht – und geschlemmt.

Nochmal_WäscheAm Schluß des Tages haben die Kinder noch einmal die aus Deutschland im Container (siehe Vorberichte letztes Jahr) hergebrachten Sachen inspiziert. Da wir fast aus jeder Familie jemanden dahatten und auch Brüderchen und Schwesterchen bedacht wurden, ist dem Spendensinn wieder bestens genügt worden. Es herrscht – bei aller Lebensfreude – eine solche Bitterarmut da oben. Und es fehlt immer an fast allem.
Das ist mir auch erst jetzt klar, wo ich mehrfach bei den Familien zu Gast sein durfte. Die Kinder kommen ja recht ordentlich zur Spielstunde. Die Realität daheim: Geschwister schlafen zu zweit auf dünnen, zerschlissenen Matratzen auf dem eisigen Andenboden. Die große Rosemary schläft z.B. noch immer im Bett ihrer Mutter (Augustina) mit. Ihr Bruder Alex, der freche Grinsemichel oben an der Rutsche, im Bett seines Bruders Orlando. Sandra auf dem Fußboden auf Stroh und Stoff. Rocio auch. Und.. und .. und… Kleidung und Schuhe fehlen irgendwie immer, und wenn es nur drei Hemdchen hat, dann sind die eben auch schnell „auf“, weil in Dauernutzung.

Ein Riesenkarton mit Kinderkleidung ist mit uns wieder hoch nach CANDELARIA gefahren. Und das ist gut so.

Was die Kinder oben zum Baden tragen, haben wir vorher auf dem Hinwege auch schnell aus dem Regal der Casa gezogen! Insbesondere Mädchen baden hier gut bekleidet – aber wie, wenn man nur das dabei hat, was man seit 5 Tagen auf dem Leibe trägt…

Gerne würde ich zehn, zwölf ordentliche Betten kaufen und hochbringen. Ein gutes Bett ist für umgerechnet 90 EUR zu bekommen (Vollholz, Pinie, stabil, sogar hübsche Schnitzungen). Wer mag ein oder mehrere Bettchen spenden, damit unsere Kinder da oben nicht Nacht für Nacht ihre Nieren malträtieren? Einfach ganz oben den breiten „Danke! ..“ – Button anklicken.. Danke..

Nothilfe

Für das Fundament des Spiel- und Lernhauses in Candelaria wollten die Gemeindemitglieder mit dem einzigen Laster des Dorfes Natursteine aus dem Flussbett holen. Hätten wir das mal lieber gleich mit Tacomita gemacht! Der Laster soff ab. Aber auch das ist für Tacomita kein Problem…

SEil_festGut vertäuen. Der Laster hatte ja auch schon zwei Tonnen Steine geladen…

Tacomita_ziehtTacomita zieht ohne Mühe an. Die Kinder (Fenster und Ladefläche) staunten…

Laster_freiLaster frei nach 30 Sekunden. Das Dorf staunte auch. Der Typ in Rot bin ich, stolz auf mein Autochen…

Dach aus einem Guss – danke, RGO ´81

Besonderer Dank gilt meinen ehemaligen Mitschülern /- innen der RGO ´81 des Wilhelm-Gymnasiums zu Braunschweig, die mit einer Spende anläßlich unseres 30-jährigen Abitur-Jubiläums maßgeblich zum Dach des Spiel-und Lernhauses in CANDELARIA beigetragen haben!

HochnebelfahrtErst einmal hinkommen. Von Cochabamba aus (2.600 m) überwindet man in einer Stunde einmal sozusagen den ganzen Harz. Hier 3.700 m, Hochnebel, Baustelle, schlechte Straße – das ist anspruchsvolles Autofahren, mit 750 kg Zement hintendrauf.

Betonkette Dach_gießenOben in CANDELARIA war es das Wetter besser. Also Arbeitskette, denn Beton, insbesondere das Dach, MUSS aus einem Guss gemacht werden, sonst ist das nie dicht. Wir haben rangeklotzt. Am Nachmittag war fertig gegossen!

Damen_kochenUnsere Damen kochten lecker

Englisch_draußenEnglischstunde noch einmal draußen. Wenn das Lernhaus fertig ist, nicht mehr, außer als Exkurs bei Sonnenschein…
Ach, wer hier Englisch gibt? Na, ich…

Wir suchen noch Spender für den Innenausbau des Lernhauses. Mit 500 EUR könnten wir alles beenden – in Bolivien ist es eben nicht so teuer…  Daaanke!

Yenga!

Weltweit hochbeliebt: dieser Holzklotzturm, der immer höher wird und natürlich irgendwann bei einem Mitspieler zusammenstürzt. Habe seinerzeit noch zwei Spiele für ’nen Appel und ’nen Ei bei ALDI in Deutschland gekauft und importiert. Glänzende Investition!

Yenga alleDie Yenga-Mannschaft von links: Nayeli, Rosi (verdeckt), Choco, Alex, Sandra, Alicia

Yasi-PappeKlein-Yasmin interessiert sich mehr für die Stapelhilfe, weil ihr die blöden Holzdinger immer auf die Nase purzeln

KreiselUnd Brayan hat seinen Brummkreisel neu entdeckt. Ganz klassisch, mit Band. Er balanziert ihn zuweilen bis auf die Fingerspitze… aber das war schwer zu fotografieren…

Rosi übt YengaBei Rosi ist der Turm gleich zweimal hintereinander umgefallen. Das wurmt!! Als die anderen Ball spielten, hat sie ein Sondertraining eingelegt. So konnte das ja nicht weitergehen!

EhrenkranzDiesen wunderbar duftenden Blumenkranz haben mir Nayeli, Sandra, Rosi und Alicia gemacht. Süß. Habe ich den ganzen Tag getragen. Jetzt hängt er getrocknet in der CASA an der Wand

Kinderfüsse in Not

Siehe auch Vorbericht „Kinderhose in Not“

FussinNotDas kleine Mädchen lebt in einem der von uns mitunterstützen Kinderheime. Was Sie sehen, ist aber kein Einzelfall. Alle Kinder leben zu oft in solcher „Bekleidung“.
Sie sehen außerdem an ihren Füßen die Spuren der Mißhandlungen, die sie vor Jahren ins Heim gebracht haben

Eine Kinderhose in Not

Hose-in_NotFünf Jahre arbeiten wir nun schon für die verlassenen Kinder Boliviens. Wir haben gemeinsam mit anderen Organisationen einen Brunnen für ihr Trinkwasser gebaut. Eine Musikschule eröffnet und dolle Konzerte gemacht. Das Spiel-und Lernhaus oben in CANDELARIA initiiert. Einen Vorschulkindergarten mit anderen Organisationen zusammen betrieben. Unmengen an Kleidung in die Kinderheime und Projekte gebracht. Einen Bauernhof betrieben. Einfach mal Spiel-und Kinderparties gemacht. Unsere CASA nicht zuletzt hier eingerichtet. Und und und und und.

Aber das Foto zeigt: die Aufgaben hier werden nie enden. Nie. Tagtäglich treten mir neue verlassene Kinder so entgegen. Verstört, verschlossen, voller Angst.

Eine mitleidlose Gesellschaft wirft ihre Kinder auf den Müll. Und damit sich selbst und ihre Zukunft.

Bloß wir machen da nicht mit. Wir nicht.
Habe noch nie etwas Wunderbareres gesehen als ein bolivianisches Heimkind, das plötzlich in meinen Augen die Hoffnung seines Lebens erblickt.
Das plötzlich wie die anderen einfach „Papi“ sagt, ganz tief von innen, breit lächelt, Augen lieb geöffnet, und wieder Wünsche und Sehnsüchte hat, wieder etwas vom Leben möchte außer den Abfall der anderen zu essen.

Aufgeben? Vollkommen ausgeschlossen

Tag der Deutschen Einheit in Bolivien

Deutsche _Torte3. Oktober. An solchen Tagen steigt das Wasser bis zur Oberkante Nasenflügel. Stundenlang durfte ich nicht runtergehen, dann haben mich die Kinder gerufen. Sie haben eine Torte in den deutschen Farben für mich gemacht, mit dem, was sie so in der Küche fanden: für das Schwarz musste der Kaffee her, für das Rot die Erdbeeren, für das Gelb die Orangen… Es war rührend. Ihr seid so süß. Ich liebe Euch, meine Kinder, für Euch lohnt sich das Durchstehen der ganzen korrupten Sc.. Sachen hier. Ihr werdet nicht so sein wie die. Ihr nicht. Aber wesentlich gebildeter, offener, stolzer, unabhängiger, und durchaus auch wohlhabender, aber durch die eigene Hand. Anders kann man das nicht anständig machen, sehen wir doch hier jeden Tag das Gegenteil.

GRußDa bleibt kein Auge trocken. Bei mir jedenfalls nicht.

AusgeflaggtBolivianische Häuser flaggen für uns aus. Ja, nu, wussten Sie das nicht? (ich bisher auch nicht…)

KinderchorDer Kinderchor singt in süßem Deutsch „Brüderchen, komm tanz mit mir“. Weiß nicht, ob ich langsam altersmilde werde, aber es gluckste schon wieder in der Kehle.

Rosa und Rosa tanzen für Erzengel Michael

Tanz2Unsere Rosa(rio) -links- wollte gerne einer alten Tradition folgen und drei Jahre nacheinander auf dem Fest für Erzengel Michael in Santa Rosa mittanzen. Im Heim wohnend konnte sie das nicht, bei uns natürlich sehr gerne. Mit ihrer besten Freundin Rosa(lia) hatte sie tagelang einen ganz schönen Pflasterverbrauch an den Füßen. Am letzten Tag waren wir alle dabei. Wunderschöne Farben und tolle, glückliche Mädchen…

Tanz

Warum nicht mal blond?

BlondUnsere Rosario, 19 Jahre alt, in neuem Outfit. Warum nicht, sie sind junge Latinas und, wie ich zumindest mit Vaterauge empfinde, gelungene Schöpfungen Gottes… und sie können sich bei uns endlich mal ausprobieren, Neues wagen. Wenn es nicht so doll wird .. na und? Drehen wir es eben wieder zurück. Was man blondieren kann, kann man auch wieder schwärzen